Project Description

Die Ambivalenzen des Digitalen

 

 

Mensch und Technik zwischen neuen Möglichkeits(t)räumen und (un)bemerkbaren Verlusten

 

 

10. und 11. Oktober 2019 in der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) – Wilhelminencampus
Wilhelminenhofstraße 75A, 12459 Berlin

Bildnachweis © Pixabay.com Geralt

Digitale Technologien sind auf dem Vormarsch, weltweit. Sie dominieren zunehmend die verschiedenen Lebensbereiche: sei es in der Schule mit digitalen Whiteboards und Laptop-Klassen, in der Industrie durch Roboter, im Privaten durch Healthtracker und personalisierter Werbung oder im Gesundheitssystem durch digitale Diagnostik. Befürworter*innen der Digitalisierung versprechen eine zunehmende Effizienz und Transparenz technischer Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen. „Passgenaue Antworten“ auf Armut, Hunger sowie Mangel an Bildung und Gesundheit werden angepriesen. Skeptiker*innen bemängeln, dass Chancen überschätzt und die vielfältigen Risiken und Herausforderungen nur unzureichend adressiert werden.

Durch „Rundumdigitalisierung“ und vermehrte Nutzung sogenannter Künstlicher Intelligenz verändert sich die Art und Weise, wie wir uns als Menschen und die Welt um uns sehen . In welchem Ausmaß und in welcher Form machen wir uns dies überhaupt bewusst und inwieweit wollen wir dies zulassen?

Die Tagung wird organisiert von den drei VDW-Studiengruppen

  • Digitalisierung und Ökonomisierung der Bildung
  • Gesundheit im gesellschaftlichen Wandel
  • Technikfolgenabschätzung der Digitalisierung

Arbeitswelt: Bereits jetzt sind die Veränderungen durch die Digitalisierung in der Arbeitswelt zu spüren. Eine zunehmende Technologisierung kann Beschäftigte entlasten, wenn Maschinen mühsame und gefährliche Arbeiten übernehmen. Gleichzeitig ist die Angst weit verbreitet, dass der Arbeitsplatz durch sie verloren geht und nicht ersetzt wird. Vor allem im globalen Süden gefährdet eine digitalisierte und industrielle Landwirtschaft Arbeitsplätze und das Einkommen von kleinbäuerlichen Familien: So leben beispielsweise in der Subsahara-Region über 60% der Menschen von kleinbäuerlicher Landwirtschaft. Zu klären ist, inwiefern der digitale Wandel eine nachhaltige Wirtschafts- und Agrarpolitik für die Stärkung des globalen Südens unterstützen kann.

Bildung: Auch im Bereich der Bildung wird die Technologisierung stark vorangetrieben. Große private Wirtschaftsakteure wie Google oder Facebook nehmen sowohl direkt wie auch indirekt über machtvolle Netzwerkstrukturen Einfluss. Die Hoffnung, dass Digitalisierung soziale Ungleichheiten im Bildungssystem eliminiert, ist ebenso weit verbreitet wie empirisch schlecht belegt. Risiken der Bildschirm-Dominanz für die kindliche Entwicklung bleiben im Diskurs bisher unterbelichtet.

Gesundheit: Im Gesundheitsbereich ist der Zugriff auf die Autonomie, Privatsphäre und Datenhoheit der Menschen bereits besonders sichtbar. Das Verständnis des Menschen als ganzheitliches System wandelt sich zu einer numerischen Betrachtung von Einzeldaten. Schnelle Rechenleistungen können im operativen Bereich der Diagnose und Behandlung hilfreich sein. Jedoch spielen auch ethische Komponenten bei der Technologisierung der Kommunikation zwischen Ärzt*innen und Patient*innen eine Rolle.

Im Rahmen der VDW-Jahrestagung beleuchten wir diese Prozesse in vier Sphären: Gesundes Leben und Teilhabe, Veränderungen für Arbeit und Soziales, Disruptive Technologien in Landwirtschaft und Industrie und Bildung.

Diskutiert werden nicht nur unser Verständnis vom Menschsein in einer digitalisierten Welt, sondern auch Sicherheits- und Freiheitsansprüche. Im Zentrum steht, wie sich Digitalisierung auf unsere soziale und globale Organisation auswirkt. Wir werden verschiedene Möglichkeiten ausloten, wie mit Digitalisierung umgegangen werden kann. Folgende Fragen stehen im Fokus:

    • Wie können erwachsene Menschen digitale Medien als Werkzeug nutzen und trotz algorithmischer Logik selbstbestimmt und selbstverantwortlich handeln? Wann und wie erwerben Kinder diese Fähigkeit?
    • Wie kann Digitalisierung organisiert werden, um ökonomische, soziale und politische Teilhabe zu fördern – und wie kann das Gegenteil verhindert werden?
    • Wie kann der technologische Wandel im Sinne einer menschenwürdigen und inklusiven Digitalisierung gestaltet werden?
    • Wo kann Digitalisierung bestehende lokale und globale soziale Ungleichheiten mindern helfen? Wo droht sie diese zu vergrößern?
    • Wie kann Digitalisierung so reguliert werden, dass langfristig die positiven Auswirkungen auf Mensch und Umwelt überwiegen?
    • Wie können ethische Risiken und Probleme der Digitalisierung thematisiert und sinnvoll angegangen werden?

Im Rahmen der Jahrestagung finden folgende Veranstaltungen statt

04. Juni 2019, 19:30-21:30 Uhr in Berlin

KI und Folgen für die Friedens- sicherung und Kriegsführung

mit Prof. Dr. Götz Neuneck (VDW-Pugwash-Beauftragter) und Roger Näbig (Rechtsanwalt und Journalist)

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21. Juni 2019, 14:30-20:30 Uhr und  22. Juni 2019, 9:30-16 Uhr an der Hochschule für Philosophie München

KI und ihre Relevanz für das Menschenbild und die Gesellschaft

Ein Workshop der Arbeitsgruppe KI der VDW, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Grenzfragen der Naturwissenschaften der Hochschule für Philosophie München und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt

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Unser Programm und Referierende

13:00 Uhr       Registrierung

14:00 Uhr       Begrüßung:  Prof. Dr. Carsten Busch, Präsident der Hochschule für Technik und Wirtschaft, Berlin

14:15 Uhr        Eröffnung: Prof. Dr. Hartmut Graßl, VDW-Vorsitzender

14:30 Uhr       Ambivalenzen des Digitalen – Mensch und Technik zwischen neuen Möglichkeits(t)räumen und (un)bemerkbaren Verlusten

  • Prof. Dr. Stefan Bauberger S.J., Professor für Naturphilosophie, Grenzfragen der Naturwissenschaft und Wissenschaftstheorie, Hochschule für Philosophie, München
  • Prof. Dr. Birgit Beck, Leiterin des Fachgebiets Ethik und Technikphilosophie, Technische Universität Berlin
  • Dr. Oliver Putz, Affiliate Scholar, Institute for Advanced Sustainability Studies e.V., Potsdam
  • Alexander von Gernler, Leiter Research genua GmbH, Vize-Präsident der Gesellschaft für Informatik

Moderation: Prof. Dr. Ulrich Bartosch, Professor für Pädagogik, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Vorsitzender des Beirats der VDW

16:10 Uhr        Kaffeepause

16:40 Uhr        Herausforderungen in Anwendungsfeldern von Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (Sphäre I-IV)

Einführung: Frank Schmiedchen, Leiter VDW-Studiengruppe Technikfolgenabschätzung der Digitalisierung

Sphäre I          Gesundes Leben und Teilhabe

  • Erika Feyerabend, Hochschule Düsseldorf, Gen-Ethisches Netzwerk
  • Dr. Patrick Jahn, Stellvertretende Leitung Abteilung Pflegewissenschaften, Eberhard Karls Universität Tübingen
  • Sylvia Johnigk, Geschäftsführerin der secucat – Informationssicherheit GmbH
  • Dr. Heinz-Josef Klimczek, Leiter Arbeitsgebiet „Sozialräumliche Umweltpolitik, Nachhaltigkeit und Umweltgerechtigkeit“, Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlin
  • Nico Schwartze, Leiter Stabstelle Digitales Innovationsmanagement, AOK Nordost

Moderation: Dr. Dieter Korczak, VDW-Studiengruppe Gesundheit im gesellschaftlichen Wandel

Sphäre II         Disruptive Technologien in Landwirtschaft und Industrie

  • Dr. Rainer Engels, Leiter des Sektorvorhabens Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit
  • Dr. Angelika Hilbeck, Leiterin der Forschungsgruppe Umweltbiosicherheit und Agrarökologie, ETH Zürich
  • N.N., Plattform Industrie 4.0/BDI
  • Prof. Dr. Klaus Peter Kratzer, Professor für Informatik, Technische Hochschule Ulm
  • Stig Tanzmann, Referent für Landwirtschaft, Brot für die Welt

Moderation: Frank Schmiedchen, Leiter VDW-Studiengruppe Technikfolgenabschätzung der Digitalisierung

Sphäre III        Veränderungen für Arbeit und Soziales

  • Thomas Fischer, Abteilungsleiter Grundsatzfragen und Gesellschaftspolitik beim DGB Bundesvorstand
  • Dr. Christian Kellermann, Geschäftsführer, Institut für die Geschichte und Zukunft der Arbeit

Moderation: Angelika Sülzen, VDW-Studiengruppe TA Digitalisierung

Sphäre IV        Bildung

  • PD Dr. Sigrid Hartong, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg
  • Prof. Dr. Jörn Loviscach, Professor für Ingenieurmathematik und technische Informatik, Fachhochschule Bielefeld
  • Brigitte Pemberger, Echt dabei – Gesund groß werden im digitalen Zeitalter

Moderation: Prof. Dr. Paula Bleckmann, Leiterin der VDW-Studiengruppe Digitalisierung und Ökonomisierung von Bildung

19:30 Uhr        Empfang

19:30 Uhr        Prof. Dr. Hartmut Graßl, Vorsitzender der VDW e.V.

19:45 Uhr        Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes

20:15 Uhr        Buffet und Networking

09:00 Uhr        Podiumsdiskussion zu den Ergebnissen in den Sphären

  • Prof. Dr. Paula Bleckmann, Leiterin der VDW-Studiengruppe Digitalisierung und Ökonomisierung von Bildung
  • Prof. Dr. Eberhard Göpel, Leiter der VDW-Studiengruppe Gesundheit im gesellschaftlichen Wandel
  • Thomas Fischer, Abteilungsleiter Grundsatzfragen und Gesellschaftspolitik beim DGB Bundesvorstand
  • Frank Schmiedchen, Leiter der VDW-Studiengruppe TA Digitalisierung

Moderation: Prof. Dr. Malte Rehbein, Lehrstuhl für Digital Humanities, Universität Passau

10:30 Uhr        Kaffeepause

11:00 Uhr        Regulierende Gestaltung in der vernetzten Welt: Wirtschaft, Arbeit, Soziales

  • Sven Hilbig, Referent für Welthandel, Brot für die Welt
  • Dr. Annette Niederfranke, Direktorin der Internationalen Arbeitsorganisation, ILO-Repräsentantin in Deutschland
  • Christoph Spennemann, Officer-In-Charge Intellectual Property Unit, Division on Investment and Enterprise, United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD)
  • Prof. Dr. Enzo Weber, Lehrstuhl für Empirische Wirtschaftsforschung, Universität Regensburg; Forschungsbereichsleiter IAB Nürnberg

Moderation: Dr. Maria Reinisch, Geschäftsführerin VDW

13:00 Uhr        Mittagessen

14:00 Uhr        Ethische Fragestellungen zu den Auswirkungen der Digitalisierung

  • Prof. Dr. Johann Behrens, Professor für Gesundheits- und Pflegewissenschaften, Medizinische Fakultät Halle-Wittenberg
  • Prof. Dr. Ralf Lankau, Professor für Mediengestaltung und Medientheorie, Hochschule Offenburg
  • Prof. Dr. Thomas Schmaus, Professor für philosophische Anthropologie, Leiter des Instituts für philosophische und ästhetische Bildung, Alanus Hochschule
  • Prof. Dr. Ina Schieferdecker, Fraunhofer Institute for Open Communication Systems FOKUS
  • Prof. Dr. Anabel Ternès von Hattburg, CEO GetYourWings und Deutsche Initiative Gesunde Digitalisierung

Moderation: Dr. Maria Reinisch, Geschäftsführerin VDW

15:30 Uhr        Verabredungen zum follow-up-Prozess

Moderation: Prof. Dr. Ulrich Bartosch, Professor für Pädagogik, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Vorsitzender des Beirats der VDW

16:15 Uhr       Abschlussworte und Ausblick des VDW-Vorsitzenden Prof. Dr. Hartmut Graßl

16:30Uhr        Ende der Veranstaltung

Beiratsvorsitzender der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler VDW Professor Ulrich Bartosch wird Präsident der Universität PassauProf. Dr. Ulrich Bartosch
Professor für Pädagogik an der Fakultät für Soziale Arbeit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Schwerpunktvertreter „Interkulturelle / Internationale Sozialarbeit“ an der genannten Universität und Senator und Dekan von 2001 bis 2007. Studium der Pädagogik und Politische Wissenschaft in Regensburg. Promotion zum Dr. phil. bei Prof. Dr. Iring Fetscher (Goethe-Universität Frankfurt am Main) und Prof. Dr. Herfried Münkler (Humboldt-Universität Berlin) mit einer ideengeschichtlichen Arbeit zur Theorie des Friedens von Carl Friedrich von Weizsäcker. Vorstandsvorsitzender der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler von 2009 bis 2015

Prof. Dr. Birgit Beck, Technische Universität BerlinProf. Dr. Birgit Beck
Prof. Dr. Birgit Beck ist Juniorprofessorin und Leiterin des Fachgebiets Ethik und Technikphilosophie an der Fakultät I – Geistes- und Bildungswissenschaften, Institut für Philosophie, Literatur-, Wissenschafts- und Technikgeschichte der TU Berlin. Sie hat in Regensburg und Passau Philosophie und Geschichte studiert und wurde mit einer Arbeit zur Neurophilosophie an der Universität Passau promoviert. Vor ihrer Zeit in Berlin hatte sie Postdoc-Positionen in der Kolleg-Forschergruppe „Theoretische Fragen der Normenbegründung in Medizinethik und Biopolitik“ der WWU Münster sowie am Institut für Ethik in den Neurowissenschaften (INM-8) des Forschungszentrums Jülich inne. Ihre Arbeitsgebiete umfassen u. a. allgemeine und angewandte Ethik, insbesondere Bio-, Medizin- und Technikethik.

PD Dr. Sigrid Hartong, Helmut-Schmidt-Universität HamburgSigrid Hartong
Sigrid Hartong ist als Privatdozentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Erziehungswissenschaft an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg tätig. 2012 promovierte sie an der Universität Bamberg mit einer Schrift zum Wandel des deutschen Schulsystems nach PISA; 2017 habilitierte sie sich an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg mit einer Studie zur standardbasierten Bildungssteuerung in den USA. Ihre Forschungsinteressen liegen einerseits auf global-lokalen Dynamiken aktueller Bildungsreformen, andererseits auf der wachsenden Datafizierung und Digitalisierung von Bildungssteuerung und -praxis. In diesem Kontext leitet Sigrid Hartong aktuell ein DFG-Forschungsprojekt zur zunehmenden Digitalisierung und damit auch Zentralisierung von Schulmonitoring-Systemen in amerikanischen und deutschen Schulbehörden, sowie ein BMBF-Teilprojekt zur „datafizierten“ Schule mit Fallstudien in vier deutschen Bundesländern.

Dr. Angelika Hilbeck, ETH ZürichAngelika Hilbeck
Angelika Hilbeck hat an der Universität Hohenheim, Stuttgart, Deutschland, Agrarbiologie studiert und an der North Carolina State University, Raleigh, NC, USA in Entomologie promoviert. Seit 2000 forscht und lehrt sie am Institut für Integrative Biologie der ETH Zürich und leitet dort die Forschungsgruppe Umweltbiosicherheit & Agrarökologie am Departement für Umweltsystemwissenschaften. In ihrer Forschung befasst sie sich mit Fragen zu den Auswirkungen von Technologien (Gentechnik und digitale Tools) in der Landwirtschaft und Umwelt und beteiligt sich an Diskursen zu demokratisch legitimierten, nachhaltigen landwirtschaftlichen Produktionssystemen.

Sven Hilbig, Brot für die WeltSven Hilbig
Referent Welthandel und globale Umweltpolitik, Brot für die Welt
Sven Hilbig ist seit 2013 bei Brot für die Welt verantwortlich für die Themen Welthandel und globale Umweltpolitik.Zuvor arbeitete er bei der Heinrich-Böll-Stiftung zu verschiedenen Themen an der Schnittstelle von Ökonomie und Ökologie (2007-2012).Von 2001 bis 2006 war er als Researcher und Rechtsberater für die brasilianische Menschenrechtsorganisation Global Justice, in Rio de Janeiro, tätig.Er studierte Rechtswissenschaft in Freiburg und Berlin.

Dr. Christian Kellermann, Institut für die Geschichte und Zukunft der ArbeitDr. Christian Kellermann
Christian Kellermann ist Politikwissenschaftler und Geschäftsführer des Instituts für die Geschichte und Zukunft der Arbeit in Berlin. Er ist außerdem Co-Geschäftsführer des Denkwerks Demokratie. Davor war er Leiter der Abteilung Politik beim SPD-Parteivorstand, nachdem er für die Friedrich-Ebert-Stiftung in verschiedenen Bereichen tätig war, u.a. als Leiter des Büros für die Nordischen Länder in Stockholm.

Prof. Dr. Jörn Loviscach, Fachhochschule BielefeldProf. Dr. Jörn Loviscach
Jörn Loviscach ist Professor für Ingenieurmathematik und technische Informatik an der FH Bielefeld. Von Hause aus Physiker, war er zuvor Professor für Computergrafik an der Hochschule Bremen und davor stellvertretender Chefredakteur der Zeitschrift c’t. Er forscht an Mensch-Computer-Interaktion, Medienproduktion sowie computerunterstützter Lehre, ist der Autor von 3000 Videos, hat fünf massive offene Online-Kurse (MOOCs) gestaltet, praktiziert seit 2011 in seiner Lehre das „Flipping“, bloggt unter j3L7h.de und veröffentlicht dort auch Tools zur Lehrunterstützung.

Dr. Anette Niederfranke, ILO-Repräsentantin in DeutschlandDr. Annette Niederfranke
Staatssekretärin a.D. Direktorin Internationale Arbeitsorganisation (ILO)
Dr. Annette Niederfranke leitet als Direktorin der ILO die Repräsentanz in Deutschland. Bis 2014 war sie Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Zuvor war sie langjährig in Führungspositionen des BMAS und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend tätig, zuletzt als Ministerialdirektorin. Sie arbeitet und publiziert zum demographischen und technologischen Wandel, zu geschlechtsspezifischen Fragen, Arbeitsmigration, Arbeits- und Sozialstandards, fairen Lieferketten und zur Zukunft der Arbeit.

Brigitte Pemberger, Echt dabei - Gesund groß werden im digitalen ZeitalterBrigitte Pemperger
Brigitte Pemperger ist Pädagogin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Präventionsprogramm ECHT DABEI des Vereins MEDIA PROTECT. Dort ist sie für die Konzeptionelle Weiterentwicklung mit Fokus auf kombinierte Medien- und Gesundheitskonzepte zuständig. Außerdem arbeitet sie als Dozentin in der Weiterbildung «Medienmündigkeitspädagogik» an der Alanus Hochschule und hielt Inputs auf der Veranstaltungsreihe Pädiatrie, Schule & Gesellschaft des Vereins Ostschweizer Kinderärzte und dem Ostschweizer Kinderspital in St. Gallen (CH).

Nico Schwartze, AOK NordostNico Schwartze
Seit Juli 2018 leitet Nico Schwartze die Stabsstelle Digitales Innovationsmanagement der AOK Nordost und war zuletzt als Referent des Chief Digital Officer der AOK Nordost tätig. Als Treiber der digitalen Transformation befasst er sich u. a. mit der Entwicklung neuer, effizienter Lösungen sowie der sektorenübergreifenden Vernetzung von Akteuren im Gesundheitswesen.

Christoph Spennemann
Christoph Spennemann leitet die Einheit für Immaterialgüterrechte an der Handels- und Entwicklungskonferenz der Vereinten Nationen (UNCTAD). Herr Spennemann beaufsichtigt ein Programm zu geistigen Eigentumsrechten und Investitionen mit Schwerpunkten auf den Themen öffentliche Gesundheit, Technologietransfer und digitale Wirtschaft. Herr Spennemann besitzt das zweite juristische Staatsexamen, einen Master (LLM) im internationalen Wirtschaftsrecht und Europarecht der Universitäten Lausanne und Genf und hat in Berlin in einer Anwaltskanzlei praktiziert. Er ist Autor und Co-Autor verschiedener Veröffentlichungen in den Bereichen Patentrecht, geographische Herkunftsangaben und Markenrecht, insbesondere im Zusammenhang mit bilateralen und regionalen Freihandelsabkommen und Entwicklungszusammenarbeit.

Dr. Anabel Ternes, GetYourWings und Deutsche Initiative Gesunde DigitalisierungProf. Dr. Anabel Ternès von Hattburg
Prof. Dr. Anabel Ternès von Hattburg ist Digitalunternehmerin, Social Entrepreneur und Autorin. Sie ist CEO von GetYourWings und Mitgründerin der Deutschen Initiative Gesunde Digitalisierung. Sie leitet das Institut für Nachhaltigkeitsmanagement (IISM), hält eine Professur für Internationale BWL, ist in verschiedenen Beiräten und Vorständen aktiv, darunter im Vorstand des Bitkom AK Work 4.0 und Innovation, Leiterin des Unternehmernetzwerks der KAS und Mentorin bei StartupTEENS. Sie ist Botschafterin internationaler Organisationen, darunter Miss AI, Impact Hub, Same Sky und Make A Wish. Anabel Ternès von Hattburg war mehrere Jahre in Führungspositionen internationaler Lifestyle-Unternehmen.

Alexander von Gernler, Gesellschaft für InformatikAlexander von Gernler
Alexander von Gernler begann bereits vor seinem Studium, sich mit den Folgen menschlichen Handelns auf Umwelt und Gesellschaft zu beschäftigen. Speziell richtete er sein Augenmerk dann, bedingt durch sein Studium der Informatik, auf die digitalen Auswirkungen auf Privatsphäre, Datenschutz und die Sicherheit der digitalen Persona in den Zeiten zunehmender Vernetzung. Diese Ausrichtung behielt er auch in seiner beruflichen Laufbahn bei, zunächst als Entwickler von Hochsicherheits-Firewalls, dann als Scrum Master, Technischer Botschafter und schließlich heute als Leiter der Forschung im Feld der IT-Sicherheit. Neben dieser Karriere war er 2005-2010 auch Entwickler beim Freien Softwareprojekt „OpenBSD“. 2014 wurde er als Junior Fellow der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ausgezeichnet, und rückte 2017 in das Präsidium sowie 2018 als Vizepräsident in den Vorstand der GI auf. Er versucht auch heute weiterhin, die Verantwortung der Informatik zu betonen, wie etwa im November 2018 mit dem Beitrag „Geschlossene Gesellschaft“ in der Außenansicht der Süddeutschen Zeitung

Beschreibung der Sphären

Anmeldung

Bitte nutzen Sie das unten stehende Formular, um sich für die VDW-Jahrestagung 2019 anzumelden. Sollten dabei Probleme auftauchen oder Sie Fragen haben, wenden Sie sich gern per E-Mail an info@vdw-ev.de oder telefonisch (030 212 34056) an uns.

Eine Veranstaltung der

in Zusammenarbeit mit

Amina-Stiftung