Project Description

Die Ambivalenzen des Digitalen

 

 

Mensch und Technik zwischen neuen Möglichkeits(t)räumen und (un)bemerkbaren Verlusten

 

 

10. und 11. Oktober 2019 in der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) – Wilhelminencampus
Wilhelminenhofstraße 75A, 12459 Berlin

VDW Jahrestagung 2019 Ambivalenzen des Digitalen

Bildnachweis © Pixabay.com Geralt

Digitale Technologien sind auf dem Vormarsch, weltweit. Sie dominieren zunehmend die verschiedenen Lebensbereiche: sei es in der Schule mit digitalen Whiteboards und Laptop-Klassen, in der Industrie durch Roboter, im Privaten durch Healthtracker und personalisierter Werbung oder im Gesundheitssystem durch digitale Diagnostik. Befürworter*innen der Digitalisierung versprechen eine zunehmende Effizienz und Transparenz technischer Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen. „Passgenaue Antworten“ auf Armut, Hunger sowie Mangel an Bildung und Gesundheit werden angepriesen. Skeptiker*innen bemängeln, dass Chancen überschätzt und die vielfältigen Risiken und Herausforderungen nur unzureichend adressiert werden.

Durch „Rundumdigitalisierung“ und vermehrte Nutzung sogenannter Künstlicher Intelligenz verändert sich die Art und Weise, wie wir uns als Menschen und die Welt um uns sehen . In welchem Ausmaß und in welcher Form machen wir uns dies überhaupt bewusst und inwieweit wollen wir dies zulassen?

Arbeitswelt: Bereits jetzt sind die Veränderungen durch die Digitalisierung in der Arbeitswelt zu spüren. Eine zunehmende Technologisierung kann Beschäftigte entlasten, wenn Maschinen mühsame und gefährliche Arbeiten übernehmen. Gleichzeitig ist die Angst weit verbreitet, dass der Arbeitsplatz durch sie verloren geht und nicht ersetzt wird. Vor allem im globalen Süden gefährdet eine digitalisierte und industrielle Landwirtschaft Arbeitsplätze und das Einkommen von kleinbäuerlichen Familien: So leben beispielsweise in der Subsahara-Region über 60% der Menschen von kleinbäuerlicher Landwirtschaft. Zu klären ist, inwiefern der digitale Wandel eine nachhaltige Wirtschafts- und Agrarpolitik für die Stärkung des globalen Südens unterstützen kann.

Bildung: Auch im Bereich der Bildung wird die Technologisierung stark vorangetrieben. Große private Wirtschaftsakteure wie Google oder Facebook nehmen sowohl direkt wie auch indirekt über machtvolle Netzwerkstrukturen Einfluss. Die Hoffnung, dass Digitalisierung soziale Ungleichheiten im Bildungssystem eliminiert, ist ebenso weit verbreitet wie empirisch schlecht belegt. Risiken der Bildschirm-Dominanz für die kindliche Entwicklung bleiben im Diskurs bisher unterbelichtet.

Gesundheit: Im Gesundheitsbereich ist der Zugriff auf die Autonomie, Privatsphäre und Datenhoheit der Menschen bereits besonders sichtbar. Das Verständnis des Menschen als ganzheitliches System wandelt sich zu einer numerischen Betrachtung von Einzeldaten. Schnelle Rechenleistungen können im operativen Bereich der Diagnose und Behandlung hilfreich sein. Jedoch spielen auch ethische Komponenten bei der Technologisierung der Kommunikation zwischen Ärzt*innen und Patient*innen eine Rolle.

Im Rahmen der VDW-Jahrestagung beleuchten wir diese Prozesse in vier Sphären: Gesundes Leben und Teilhabe, Veränderungen für Arbeit und Soziales, Disruptive Technologien in Landwirtschaft und Industrie und Bildung.

Diskutiert werden nicht nur unser Verständnis vom Menschsein in einer digitalisierten Welt, sondern auch Sicherheits- und Freiheitsansprüche. Im Zentrum steht, wie sich Digitalisierung auf unsere soziale und globale Organisation auswirkt. Wir werden verschiedene Möglichkeiten ausloten, wie mit Digitalisierung umgegangen werden kann. Folgende Fragen stehen im Fokus:

    • Wie können erwachsene Menschen digitale Medien als Werkzeug nutzen und trotz algorithmischer Logik selbstbestimmt und selbstverantwortlich handeln? Wann und wie erwerben Kinder diese Fähigkeit?
    • Wie kann Digitalisierung organisiert werden, um ökonomische, soziale und politische Teilhabe zu fördern – und wie kann das Gegenteil verhindert werden?
    • Wie kann der technologische Wandel im Sinne einer menschenwürdigen und inklusiven Digitalisierung gestaltet werden?
    • Wo kann Digitalisierung bestehende lokale und globale soziale Ungleichheiten mindern helfen? Wo droht sie diese zu vergrößern?
    • Wie kann Digitalisierung so reguliert werden, dass langfristig die positiven Auswirkungen auf Mensch und Umwelt überwiegen?
    • Wie können ethische Risiken und Probleme der Digitalisierung thematisiert und sinnvoll angegangen werden?
Programmflyer

Die Tagung wird organisiert von den drei VDW-Studiengruppen

  • Digitalisierung und Ökonomisierung der Bildung
  • Gesundheit im gesellschaftlichen Wandel
  • Technikfolgenabschätzung der Digitalisierung
VDW-Positionspapier zur Jahrestagung
Inputpapier Menschenbild & Künstliche Intelligenz
Inputpapier Wirtschaft, Arbeit und Soziales

Fotos zur Jahrestagung

© VDW, Fotograf: Armin Schöller – Zu den weiteren Fotos

Beiratsvorsitzender der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler VDW Professor Ulrich Bartosch wird Präsident der Universität PassauProf. Dr. Ulrich Bartosch
Professor für Pädagogik an der Fakultät für Soziale Arbeit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Schwerpunktvertreter „Interkulturelle / Internationale Sozialarbeit“ an der genannten Universität und Senator und Dekan von 2001 bis 2007. Studium der Pädagogik und Politische Wissenschaft in Regensburg. Promotion zum Dr. phil. bei Prof. Dr. Iring Fetscher (Goethe-Universität Frankfurt am Main) und Prof. Dr. Herfried Münkler (Humboldt-Universität Berlin) mit einer ideengeschichtlichen Arbeit zur Theorie des Friedens von Carl Friedrich von Weizsäcker. Vorstandsvorsitzender der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler von 2009 bis 2015

Prof. Dr. Stefan Bauberger, Hochschule für Philosophie, MünchenProf. Dr. Stefan Bauberger
Stefan Bauberger ist seit 2012 Professor für Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie in München, an der er 2005 habilitierte. 2006 bis 2010 war er Ausbildungsleiter der Jesuiten im deutschen Sprachraum. Studien des Buddhismus führten ihn für mehrere Aufenthalte nach Indien, nachdem er ein Physikstudium an der Universität Würzburg, ein Theologiestudium an der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen in Frankfurt und ein Studium der Philosophie an der Hochschule für Philosophie in München abgeschlossen hatte.

Prof. Dr. Birgit Beck, Technische Universität BerlinProf. Dr. Birgit Beck
Prof. Dr. Birgit Beck ist Juniorprofessorin und Leiterin des Fachgebiets Ethik und Technikphilosophie an der Fakultät I – Geistes- und Bildungswissenschaften, Institut für Philosophie, Literatur-, Wissenschafts- und Technikgeschichte der TU Berlin. Sie hat in Regensburg und Passau Philosophie und Geschichte studiert und wurde mit einer Arbeit zur Neurophilosophie an der Universität Passau promoviert. Vor ihrer Zeit in Berlin hatte sie Postdoc-Positionen in der Kolleg-Forschergruppe „Theoretische Fragen der Normenbegründung in Medizinethik und Biopolitik“ der WWU Münster sowie am Institut für Ethik in den Neurowissenschaften (INM-8) des Forschungszentrums Jülich inne. Ihre Arbeitsgebiete umfassen u. a. allgemeine und angewandte Ethik, insbesondere Bio-, Medizin- und Technikethik.

Paula BleckmannProf. Dr. Paula Bleckmann
Paula Bleckmann ist Professorin für Medienpädagogik an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn. Die Diplom-Biologin und Expertin für Computerspielsucht ist Vorsitzende des Vereins Media Protect und Leiterin der Studiengruppe „Bildung und Digitalisierung“ in der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler. Sie entwickelte mit Kollegen das Präventionsprogramm „ECHT DABEI – gesund groß werden im digitalen Zeitalter“ für Kindergärten und Grundschulen. Darüber hinaus ist die Mutter von drei Kindern Autorin mehrerer Bücher, u.a. „Medienmündig – Wie unsere Kinder selbstbestimmt mit dem Bildschirm umgehen lernen“.

Rainer EngelsDr. Rainer Engels
Rainer Engels ist bei der Gesellschaft für Internationale Entwicklung (GIZ) als Projektleiter des Sektorvorhabens Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung beschäftigt. Er hat 16 Jahre Erfahrung in der GIZ und ihrer Vorläuferorganisation GTZ gesammelt und war davor 8 Jahre bei Germanwatch e.V., unter anderem als Geschäftsführer. Seine Hauptexpertise liegt in der Wirtschaftspolitik, der Privatsektorentwicklung, Handel und Investitionen. Obwohl er in der Agrarwirtschaft promoviert hat, liegen seine Schwerpunktsektoren im Dienstleistungssektor und in der Industrieproduktion, hier insbesondere in der Lebensmittelproduktion, der Medikamentenproduktion, Leichtindustrien, Im Dienstleistungssektor insbesondere bei den Unternehmensorientierten Dienstleistungen, der Kreativindustrie und der Qualitätsinfrastruktur. In der Wirtschaftspolitik liegen seine Schwerpunkte auf Geistigen Eigentumsrechten und Industriepolitik. Seit 2016 gehört zu seinen Aufgaben auch die Begleitung der Digitalisierung und Vernetzung der Wirtschaft insbesondere in Entwicklungsländern, mit Fokus auf Industrie 4.0 und der wirtschaftlichen Bedeutung von Algorithmen (sogenannte KI).

Erika Feyerabend PortraitErika Feyerabend
Erika Feyerabend ist Sozialwissenschaftlerin, arbeitet als freie Journalistin sowie Dozentin an den Hochschulen Bochum und Düsseldorf. Sie ist seit Jahren im biopolitisch ausgerichteten Verein „Bioskop – Forum  zur  Beobachtung  der  Biowissenschaften“  engagiert  sowie  im wissenschaftlichen Beirat und im Vorstand der Hospizvereinigung Omega – mit dem Sterben leben e. V. Schwerpunkte ihrer Arbeit: sind neben Pränataldiagnostik, Organtransplantation, Körperpolitik mittlerweile auch Gesundheitspolitik und Digitalisierung.

Thomas Fischer arbeitet im Bundesvorstand des DGB. Portrait

Thomas Fischer
Thomas Fischer studierte Politikwissenschaft, Volkswirtschaftslehre und Völkerrecht an der Ludwig-Maximilians-Universität München ab. 1998 übernahm Fischer die Geschäftsleitung des Europäischen Zentrums für Föderalismus-Forschung (EZFF) an der Universität Tübingen. 2000 wechselte er zur Bertelsmann Stiftung und betreute dort zunächst als Projektmanager, dann als Projektleiter das Thema Systemreformen in der EU. Ab 2004 übernahm er in der Bertelsmann Stiftung die Leitung des Programms Good Governance und Reform. Im Jahr 2008 wechselte er nach Brüssel, um die Leitung des dortigen Stiftungsbüros zu übernehmen. Seit seiner Rückkehr nach Deutschland im Jahr 2014 ist Thomas Fischer als Leiter der Abteilung Grundsatzangelegenheiten und Gesellschaftspolitik beim Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) tätig.

Eberhard Goepel

Prof. Dr. Eberhard Göpel
Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit im Bereich der angewandten Gesundheitswissenschaften war Eberhard Göpel in verschiedenen zivilgesellschaftlichen Organisationen als Vorstandsmitglied tätig, darunter die Europäische Gesellschaft für gesundheitsfördernde Schulen, die Akademie der Gesundheit Berlin/Brandenburg e.V., das Forum für sozialökologische Gesundheitspolitik und Lebenskultur (Bielefeld), die Internationale Union für Gesundheitsförderung und -erziehung (Paris), die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung (Bonn), der Kooperationsverbund Hochschulen für Gesundheit e.V. (Berlin) und die Deutsche Allianz gegen nichtübertragbare Krankheiten. Er engagiert sich für eine „Gesundheits-Wende“ in der medizinischen Forschungsförderung und in der Gesundheitspolitik und ist in der VDW als Koordinator für die Studiengruppe Gesundheit tätig.

PD Dr. Sigrid Hartong, Helmut-Schmidt-Universität HamburgSigrid Hartong
Sigrid Hartong ist als Privatdozentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Erziehungswissenschaft an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg tätig. 2012 promovierte sie an der Universität Bamberg mit einer Schrift zum Wandel des deutschen Schulsystems nach PISA; 2017 habilitierte sie sich an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg mit einer Studie zur standardbasierten Bildungssteuerung in den USA. Ihre Forschungsinteressen liegen einerseits auf global-lokalen Dynamiken aktueller Bildungsreformen, andererseits auf der wachsenden Datafizierung und Digitalisierung von Bildungssteuerung und -praxis. In diesem Kontext leitet Sigrid Hartong aktuell ein DFG-Forschungsprojekt zur zunehmenden Digitalisierung und damit auch Zentralisierung von Schulmonitoring-Systemen in amerikanischen und deutschen Schulbehörden, sowie ein BMBF-Teilprojekt zur „datafizierten“ Schule mit Fallstudien in vier deutschen Bundesländern.

Dr. Angelika Hilbeck, ETH ZürichDr. Angelika Hilbeck
Angelika Hilbeck hat an der Universität Hohenheim, Stuttgart, Deutschland, Agrarbiologie studiert und an der North Carolina State University, Raleigh, NC, USA in Entomologie promoviert. Seit 2000 forscht und lehrt sie am Institut für Integrative Biologie der ETH Zürich und leitet dort die Forschungsgruppe Umweltbiosicherheit & Agrarökologie am Departement für Umweltsystemwissenschaften. In ihrer Forschung befasst sie sich mit Fragen zu den Auswirkungen von Technologien (Gentechnik und digitale Tools) in der Landwirtschaft und Umwelt und beteiligt sich an Diskursen zu demokratisch legitimierten, nachhaltigen landwirtschaftlichen Produktionssystemen.

Sven Hilbig, Brot für die WeltSven Hilbig
Referent Welthandel und globale Umweltpolitik, Brot für die Welt
Sven Hilbig ist seit 2013 bei Brot für die Welt verantwortlich für die Themen Welthandel und globale Umweltpolitik. Zuvor arbeitete er bei der Heinrich-Böll-Stiftung zu verschiedenen Themen an der Schnittstelle von Ökonomie und Ökologie (2007-2012).Von 2001 bis 2006 war er als Researcher und Rechtsberater für die brasilianische Menschenrechtsorganisation Global Justice, in Rio de Janeiro, tätig. Er studierte Rechtswissenschaft in Freiburg und Berlin.

Jahn Patrick PortraitProf. Dr. Patrick Jahn
Patrick Jahn ist Krankenpfleger und Pflegeforscher am Institut für Gesundheitswissenschaften der Universitätsmedizin Tübingen. In den Jahren 2010 bis 2019 hat er eine klinische Forschungsstelle an der Universitätsmedizin Halle (Saale) aufgebaut, inklusive eines Future Care Labs. Seine Forschungsschwerpunkte sind Förderung des Selbstmanagement von Patienten und der Einsatz von assistiver Technologie und Robotik zur Förderung der Teilhabe bzw. zur Entlastung der Pflegenden.

Sylvia Johnigk Portrait

Sylvia Johnigk
Sylvia Johnigk studierte ab 1987 Informatik an der TFH-Berlin und TU-Berlin mit dem Schwerpunkt Datenschutz und Software Technik. Nachdem Studium arbeitete sie zunächst am GMD Forschungszentrum Informationstechnik Schloss Birlinghoven und forschte im Bereich IT-Sicherheit und Verteilte Systeme. Sie arbeitete bei einem Finanzdienstleister in Frankfurt am Main als Beraterin für Informationssicherheit. Seit 2009 ist sie selbständig und berät als unabhängige Beraterin Großkonzerne in Fragen der Informationssicherheit und des Datenschutzes. Seit Jahrzehnten ist sie Mitglied und seit 2009 ehrenamtlich im Vorstand des Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V. Sie beschäftigt sich insbesondere mit Themen wie Überwachungstechnologien und Cyberpeace. In München beteiligt sie sich seit 2013 regelmäßig an Cryptoparties.

Christian KellermannDr. Christian Kellermann
Christian Kellermann ist Politikwissenschaftler und Geschäftsführer des Instituts für die Geschichte und Zukunft der Arbeit in Berlin. Er ist außerdem Co-Geschäftsführer des Denkwerks Demokratie. Davor war er Leiter der Abteilung Politik beim SPD-Parteivorstand, nachdem er für die Friedrich-Ebert-Stiftung in verschiedenen Bereichen tätig war, u.a. als Leiter des Büros für die Nordischen Länder in Stockholm.

Josef KlimeczekDr.-Ing. H.-Josef Klimeczek
Dr. H.-Josef Klimeczek studierte Städtebau und Regionalplanung an den Ge-samthochschulen Essen und Kassel, anschließend Architektur und Umweltplanung an der Technischen Universität Berlin. Von 1980 – 1983 Mitarbeiter in Planungs- und Architekturbüros. Von 1984 – 1991 Tätigkeit im Bauaufsichts- und Stadtplanungsamt des Bezirks Charlottenburg, Berlin. Von 1991 – 1995 Leitung des Stadtplanungs- und Umweltamtes der Kreisstadt Oranienburg. Seit 1995 in ministeriellen Fachressorts mehrerer Senatsverwaltungen (Gesundheit, Soziales, Stadtentwicklung, Umwelt) im Land Berlin tätig. Seit 2011 Leitung des Arbeitsbereiches „Sozialräumliche Umweltpolitik, Nachhaltigkeit und Umweltgerechtigkeit“ in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, seit 2016 Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Berlin. 2004 Promotion zum Dr.-Ing. mit einer Dissertation über die städtebaulichen und baurechtlichen Grundlagen der Mietskasernenentwicklung in Berlin. Seit 2005 Lehrbeauftragter (Universität Hamburg und Technische Universität Berlin). Tätigkeitsschwerpunkte sind vor allem die Themenfelder „Stadtentwicklung und umweltbezogener Gesundheitsschutz“, „Sozialräumlichen Umweltpolitik“ sowie „Umweltgerechtigkeit im städtischen Raum“.

Klaus Peter KratzerProf. Dr.-Ing. Klaus Peter Kratzer
Klaus Peter Kratzer erlangte 1981 sein Diplom in Informatik an der Universität Erlangen-Nürnberg, 1986 wurde er zum Doktor-Ingenieur promoviert. Er lehrt seit 1988 an der Fakultät für Informatik der Technischen Hochschule Ulm. Seine wissenschaftlichen Arbeitsgebiete sind Datenbanksysteme, Intelligente Systeme sowie Anwendungsentwicklung und Programmiersprachen.

Dieter KorczakDr. Dieter Korczak
promoviert in Soziologie, diplomiert in Volkswirtschaft an der Universität Köln, seit 1985 Leiter der GP Forschungsgruppe Institut für Grundlagen- und Sozialforschung, zahlreiche Health Technology Assessment Gutachten im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) und Gutachten zum Thema Scoring für das Bundesverbraucherministerium (BMJV). Langjähriger Vorsitzender der Interdisziplinären Studiengesellschaft (ISG e.V.) und Herausgeber der Interdisziplinären Schriftenreihe im Asanger-Verlag. Aktuelle Veröffentlichung: Financial Literacy and Financial Education (mit B. Swiecka et al) 2019.

Ralf LankauProf. Dr. Ralf Lankau
Ralf Lankau ist Grafiker, Philologe und promovierter Kunstpädagoge. Seit 2002 lehrt er als Professor für Mediengestaltung und -theorie an der HS Offenburg. Er setzt sich als Autor von Fachbüchern und Lehrmaterial zu Digital-, Grafik- und Webdesign seit Jahren kritisch mit digitalen Medien in Bildungsprozessen auseinander und publiziert zu Digitaltechnik und (Medien-) Pädagogik. Bücher: Kein Mensch lernt digital (2017); P. Bleckmann, R. Lankau (Hrsg): Digitale Medien und Unterricht. Eine Kontroverse (Frühjahr 2019). Website futur-iii.de.

Prof. Dr. Jörn Loviscach, Fachhochschule BielefeldProf. Dr. Jörn Loviscach
Jörn Loviscach ist Professor für Ingenieurmathematik und technische Informatik an der FH Bielefeld. Von Hause aus Physiker, war er zuvor Professor für Computergrafik an der Hochschule Bremen und davor stellvertretender Chefredakteur der Zeitschrift c’t. Er forscht an Mensch-Computer-Interaktion, Medienproduktion sowie computerunterstützter Lehre, ist der Autor von 3000 Videos, hat fünf massive offene Online-Kurse (MOOCs) gestaltet, praktiziert seit 2011 in seiner Lehre das „Flipping“, bloggt unter j3L7h.de und veröffentlicht dort auch Tools zur Lehrunterstützung.

Dr. Anette Niederfranke, ILO-Repräsentantin in DeutschlandDr. Annette Niederfranke
Staatssekretärin a.D. Direktorin Internationale Arbeitsorganisation (ILO)
Dr. Annette Niederfranke leitet als Direktorin der ILO die Repräsentanz in Deutschland. Bis 2014 war sie Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Zuvor war sie langjährig in Führungspositionen des BMAS und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend tätig, zuletzt als Ministerialdirektorin. Sie arbeitet und publiziert zum demographischen und technologischen Wandel, zu geschlechtsspezifischen Fragen, Arbeitsmigration, Arbeits- und Sozialstandards, fairen Lieferketten und zur Zukunft der Arbeit.

Brigitte Pemberger, Echt dabei - Gesund groß werden im digitalen ZeitalterBrigitte Pemperger
Brigitte Pemperger ist Pädagogin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Präventionsprogramm ECHT DABEI des Vereins MEDIA PROTECT. Dort ist sie für die Konzeptionelle Weiterentwicklung mit Fokus auf kombinierte Medien- und Gesundheitskonzepte zuständig. Außerdem arbeitet sie als Dozentin in der Weiterbildung «Medienmündigkeitspädagogik» an der Alanus Hochschule und hielt Inputs auf der Veranstaltungsreihe Pädiatrie, Schule & Gesellschaft des Vereins Ostschweizer Kinderärzte und dem Ostschweizer Kinderspital in St. Gallen (CH).

Kristian SchalterKristian Schalter
Kristian Schalter wurde 1974 in Ludwigsfelde (Brandenburg) geboren. Nach dem Studium der Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre (Universität Potsdam, Duke University) war er 2004 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Bundestag. Seit 2005 arbeitet Herr Schalter bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. Seit 2018 ist er Leiter der Abteilung Strategie und Digitalisierung.

Prof. Dr.-Ing. Ina Schieferdecker 2018, Institutsleiterin Fraunhofer FOKUS, Foto von Philipp Plum

Prof. Dr. -Ing. Ina Schieferdecker
Ina Schieferdecker ist Leiterin der Abteilung “Forschung für Digitalisierung und Innovationen” im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Sie ist u.a. Präsidentin des Arbeitskreises Software-Qualität & Fortbildung (ASQF) und Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech). Zuvor war sie Professorin für Quality Engineering of Open Distributed Systems an der Technischen Universität Berlin sowie Direktorin des Weizenbaum-Instituts für die Vernetzte Gesellschaft – das Deutsche Internet-Institut, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU), Mitglied im Lenkungskreis der Wissenschaftsplattform Nachhaltigkeit 2030 sowie des „Hightech-Forum 2025“ des BMBF. Ihre Forschungsinteressen beinhalten urbane Datenplattformen, kritische Infrastrukturen, Absicherung softwarebasierter Systeme sowie digital-gestützte Nachhaltigkeit. ©Philipp Plum/Fraunhofer FOKUS

Thomas Schmaus, Professor an der Alanus Hochschule. PortraitProf. Dr. Thomas Schmaus
Thomas Schmaus studierte Philosophie und Theologie in München und Wien. Seit 2013 ist er Professor für philosophische Anthropologie an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter/Bonn. Er leitet dort das Studium Generale und den interdisziplinären Studiengang B.A. Philosophy, Arts and Social Entrepreneurship. Inhaltlich beschäftigt er sich v. a. mit Grenzgängen zwischen Natur und Kultur, etwa beim Phänomen des Urban Gardening. Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage nach den Konsequenzen aus der Digitalisierung für unser Verständnis vom Menschen. Schmaus war in den letzten beiden Jahren Teil des BMBF-geförderten Tutzinger Experten-Diskurses „Big Data im Gesundheitswesen“.

Frank SchmiedchenFrank Schmiedchen
Frank Schmiedchen ist Vol