Studiengruppen

In diesem neuen Themenfeld haben sich seit dem Jahr 2016 zwei Studiengruppen in der VDW gebildet.

Studiengruppe Bildung und Digitalisierung

Die VDW-Studiengruppe „Bildung und Digitalisierung“ geht seit 2016 folgenden Fragen  nach: Welche neuen Herausforderungen stellen sich im Bereich der Bildung im sogenannten digitalen Zeitalter? Was können wir als kritische Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen dazu beitragen, um diese Herausforderungen zu bewältigen.

Die Studiengruppe möchte künftig noch stärker an eine wichtige Traditionslinie der VDW anknüpfen und für das neue Thema „Bildung und Digitalisierung“ mit Analysen, Stellungnahmen und Veranstaltungen dazu beitragen, dass politische Entscheidungsfindung fundiert erfolgen kann: Das bedeutet,  dass die Ergebnisse einer soliden, transdisziplinären und unabhängigen Technikfolgenabschätzung zur Verfügung stehen müssen, damit weder  naive Digitalisierungs-Euphorie (Stichwort: Digital-KiTa) oder dogmatischer Digitalisierungs-Kulturpessimismus die Zukunftsentscheidungen prägen können.  Eine Zielsetzung der Studiengruppe besteht hierbei darin, die dazu erforderliche Verbreiterung der Basis der Forschungsbemühungen und des interdisziplinären Diskurses zu beschleunigen und auch inhaltlich mitzugestalten.

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Studiengruppe Technikfolgenabschätzung der Digitalisierung

Die Studiengruppe arbeitet zum Thema künstliche Intelligenz. Dabei stehen ethische, rechtliche und politische Fragen der Erforschung, Entwicklung und Anwendung künstlicher Intelligenz im Mittelpunkt.

Über die Stellungnahme zu den Asilomar-Prinzipien

Die Studiengruppe legt ihre erste Stellungnahme zu ethischen, politischen und rechtlichen Fragen der Erforschung, Entwicklung und Anwendung künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligence; K.I.) vor, wobei sie der allgemeinen oder starken künstlichen Intelligenz besonderes Gewicht beimisst. Dabei bezieht sie sich als Ausgangspunkt auf die am 06. Januar 2017 beschlossenen Asilomar-Prinzipien zu künstlicher Intelligenz, die den aktuellen Stand der von der K.I.-Entwickler Gemeinschaft begonnenen Diskussion zu den oben genannten Fragen gut abbildet.1Mit den Prinzipien identifiziert sich eine sehr große Gruppe der weltweit relevanten Akteure, die in Forschung und Entwicklung künstlicher Intelligenz eingebunden sind. Darunter finden sich viele der in den westlichen Industrieländern maßgeblichen und zum Teil in führenden Funktionen Handelnden.

Die Erforschung, Entwicklung und Anwendung künstlicher Intelligenz können eine fundamentale Gefährdung für die Menschen und ihr friedliches Zusammenleben bedeuten. Es ist im selbstverständlichen öffentlichen Interesse, solche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und vernünftige Handlungen zur Gefährdungsabwehr zu ermöglichen. Es gehört zum Prinzip von Gefährdungsabwehr, präventiv zu agieren, und zwar bevor Entwicklungen, die eine Gefährdungimplizieren, in eine unumkehrbare Dynamik geraten sind, die eine wirksame Gegensteuerung nicht mehr zulassen. Die Fortschritte auf dem Gebiet der K.I. erzeugen eine solche fundamentale Gefährdung. Dies ist von führenden Spezialistinnen und Spezialisten dieses Forschungsfeldes erkannt worden und hat u.a. zur Formulierung der Asilomar-Prinzipien geführt.

Frank SchmiedchenLeiter Studiengruppe TA Digitalisierung