Der Vorstand

Prof. Dr. Götz Neuneck | Vorsitzender & Pugwash-Beauftragter
Götz Neuneck ist Senior Research Fellow am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH) und Professor an der MIN-Fakultät der Universität Hamburg. Bis 2018 war er stellvertretender wissenschaftlicher Direktor des IFSH und leitete den Masterstudiengang „Peace and Security Studies“ an der Universität Hamburg. Er ist Vorsitzender des Councils der „Pugwash Conferences on Science and World Affairs“, Pugwash-Beauftragter der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) und Sprecher des Arbeitskreises Physik und Abrüstung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). Seine aktuellen Schwerpunkte sind Rüstungskontrollen und Abrüstung, Nuklearwaffen und Nonproliferation, Raketenabwehr und Weltraumrüstung.

Dr. h.c. Edelgard Bulmahn
Dr. h.c. Edelgard Bulmahn ist Vorsitzende des Kuratoriums der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Sie engagiert sich in zahlreichen Stiftungen, Senaten und Kuratorien mit Schwerpunkt auf Wissenschaft und Forschung, u. a. als Kuratorin der Impulsstiftung, der Hochschule Emden-Leer und der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung sowie als Ehrensenatorin der AIF Allianz für Industrie und Forschung e. V.. 2001 rief sie die Deutsche Stiftung Friedensforschung ins Leben, um einerseits diesen wichtigen Forschungsbereich unabhängig von politischen Mehrheiten dauerhaft zu sichern und um auf diesem Wege Nachwuchsförderung und Strukturbildung in der Friedensforschung zu fördern.
Edelgard Bulmahn war 30 Jahre lang Mitglied des Deutschen Bundestages und gilt als ausgewiesene Expertin für Bildungs-, Forschungs- und Innovationspolitik. Sie war von Ende 1998 bis Ende 2005 Bundesministerin für Bildung und Forschung, von 2013 bis 2017 Vizepräsidentin des Bundestages.
Zu ihren das Wissenschaftssystem bis heute prägenden Reformen zählen die Exzellenzinitiative, der Pakt für Forschung und Innovation, die Umsetzung des Bologna-Prozesses, die Reform des Bafögs und die Clusterentwicklung in wichtigen Forschungsbereichen sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses wie z. B. die Juniorprofessur oder das Emmy Nöther Programm. Für ihr Engagement wurde sie mehrfach ausgezeichnet.

Prof. Dr. Gerhard Kreutz
Gerhard Kreutz (Jahrgang 1956) studierte von 1976 bis 1981 an der Universität Siegen und schloss dort als Diplom-Physiker ab.
Es folgte von 1982 bis 1985 das Promotionsstudium am Deutschen Elektronensynchrotron DESY mit Forschungsaufenthalten u. a. am CERN in Genf und die Promotion im Bereich der Elementarteilchenphysik.
Von 1986 bis 1995 war Gerhard Kreutz in einem Unternehmen des Großanlagenbaus in der Industrie tätig.
1996 übernahm er eine Professur im Fachbereich Technik an der Hochschule in Emden. Er war an zahlreichen Forschungsprojekten beteiligt und Wissenschaftlicher Leiter eines Informatik-Forschungsnetzes.
Gerhard Kreutz kann auf eine langjährige Erfahrung im Bereich der Hochschulpolitik verweisen. Von 1999 bis 2009 war er Dekan der Fakultät Technik.
2009 wechselte er als Vizepräsident für Forschung und Technologietransfer in die Hochschulleitung. Von 2011 bis 2025 war er Präsident der Hochschule Emden/Leer.

Bildnachweis: FotoStube Hornig, Göttingen
Prof. Dr. disc. pol. Alexandra Retkowski
Alexandra Retkowski, Jahrgang 1975, hat Pädagogik, Soziologie und Slawische Philologie an der Georg-August Universität in Göttingen studiert. Sie promovierte am DFG Graduiertenkolleg „Generationengeschichte“. In den Jahren 2013 bis 2018 war sie Juniorprofessorin für Professionsethik. Sexualität und Macht in Schule und Sozialer Arbeit am Fachbereich Humanwissenschaften an der Universität Kassel. Seit 2019 leitet sie das Fachgebiet „Soziale Dienstleistungen für strukturschwache Regionen“ am Institut für Soziale Arbeit der BTU Cottbus-Senftenberg. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Fragen des Kinderschutzes mit Schwerpunkt auf sexualisierte Gewalt, der Prävention und Aufarbeitung von Diskriminierungen in Organisationen, der sozial-ökologischen Transformation innerhalb des Sozial- und Bildungssystems sowie sozialen Wandlungsprozessen in Ostdeutschland.
RA Dr. Klaus Schmid | Schatzmeister
Klaus Schmid, Jahrgang 1958, ist freiberuflicher Rechtsanwalt in Berg am Starnberger See. Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist der Vorsitz von Einigungsstellen im betriebsverfassungsrechtlichen Bereich in meist großen Unternehmen/Konzernen und von Schlichtungsstellen in tarifvertraglichen Angelegenheiten sowie Mediationsverfahren. Er hält auch Vorträge und Seminare zu arbeitsrechtlichen und betriebswirtschaftlichen Themen. Klaus Schmid fungierte davor (2005-2010) im Vorstand (auch als Arbeitsdirektor) der Energieunternehmen BEWAG in Berlin und HEW in Hamburg, danach als Geschäftsführer und Arbeitsdirektor bei Vattenfall Europe. Vor seinem Wechsel in die Wirtschaft war er von 1996 bis 2005 als Vorsitzender Richter in der bayerischen Arbeitsgerichtsbarkeit (auch als Ausbildungsleiter für Rechtsreferendare) und von 1988 bis 1996 insb. mit dem Zuständigkeitsbereich „Staatliche Krankenhäuser“ im bayerischen Arbeits- und Sozialministerium in München. Schmid promovierte als wissenschaftlicher Assistent im Jahr 1985 mit einer rechtshistorischen Arbeit (Duncker&Humblot) bei Prof. Dr. Peter Landau und war Mitverfasser arbeitsrechtlicher Kommentare.

Copyright: Julia Puder
Prof. Dr. Hubert Weiger
Hubert Weiger (*1947) ist seit 1971 im verbandlichen Naturschutz aktiv. 2002 bis 2018 war er Vorsitzender des BUND Naturschutz in Bayern (BN), 2007 bis 2019 Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz in Deutschland e.V. (BUND), danach Ehrenvorsitzender beider Verbände.
Er studierte Forstwirtschaft in München und Zürich und promovierte über forsthydrologische und bodenkundliche Auswirkung von Stickstoffeinträgen in Waldökosysteme mit summa cum laude an der Universität München.
Von 1994 bis 2024 war er Honorarprofessor an der Universität Kassel für Naturschutz und nachhaltige Landnutzung, von 2002 bis 2011 Lehrbeauftragter für Naturschutzpolitik an der TU München. Er war Mitglied in zahlreichen fachwissenschaftlichen Gremien, z. B. 2018/2019 in der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung (Kohlekommission), 2013 bis 2022 war er Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) der Bundesregierung. Seit 2004 ist er Mitglied des Präsidiums der EuroNatur Stiftung und seit 2023 Vorstandsmitglied der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW).
Für seine Verdienste wurde Hubert Weiger 2009 mit der Bayerischen Verfassungsmedaille in Silber ausgezeichnet, 2010 erhielt er den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz am Bande) und 2021 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.
Der Beirat

Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Hartmut Graßl | Vorsitzender des Beirats
Hartmut Graßl, Jahrgang 1940, ist em. Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und ehemaliger Professor der Universität Hamburg. Er übt Funktionen in verschiedenen wissenschaftlichen, wissenschaftspolitischen und wirtschaftlichen Gremien aus. Vor seiner Rolle als Vorsitzender des Beirats war Hartmut Graßl langjähriger Vorsitzender der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW). Zudem ist Professor Graßl u. a. Vizepräsident des Stiftungsrates des Nansen International Environment and Remote Sensing Centre (NIERSC) in St. Petersburg (Russland), Vorsitzender der Gesellschafterversammlung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Mitglied im NABU-Kuratorium und im Aufsichtsrat der Scintec AG in Rottenburg bei Tübingen. Von 1992 bis 1994 sowie von 2001 bis 2004 war Professor Graßl Mitglied und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats „Globale Umweltveränderungen“ (WBGU) der Deutschen Bundesregierung. In den 1990er Jahren war er zudem u. a. Mitglied von Enquête-Kommissionen zum Schutz der Erdatmosphäre des Deutschen Bundestages sowie Direktor des Weltklimaforschungsprogramms (WCRP) in Genf (1994 – 1999) und von 2007 bis 2015 Vorsitzender des Bayerischen Klimarates. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, u. a. 1991 mit dem Max-Planck-Forschungspreis, 1998 mit dem Deutschen Umweltpreis der DBU und 2002 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Außerdem ist Professor Graßl Herausgeber der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „Theoretical and Applied Climatology“ und Mit-Herausgeber des Online-Magazins „klimareporter°“.

Bildnachweis: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Prof. Dr. phil. (habil) Johann Behrens
Johann Behrens, Jahrgang 1949, gehört der Medizinischen Fakultät Halle-Wittenberg an, wo er 1998 Gründungsdirektor des ersten therapie-, gesundheits- und pflegewissenschaftlichen Institutes an einer deutschsprachigen öffentlichen medizinischen Fakultät wurde, des ersten Centers for Evidence based Nursing auf dem eurasischen Festland. Vorher arbeitete er als Antragsteller und Vorstand des DFG-Sonderforschungsbereichs 186 (Lebenslauf, 1988-2000) und des Zentrums für Sozialpolitik der Universität Bremen, 2004-2012 im Vorstand des DFG-Sonderforschungsbereichs 580 (Transformationsforschung). Seit 1982 leitet er – auch als Vorsitzender des Frankfurter „Institutes für Supervision, Institutionsanalyse und Sozialforschung“ – Verbundprojekte von BMG, BMBF, EU und ICOH zu demographischem Wandel, Zukunft der Arbeit, Digitalisierung, Pflege, Therapie, Prävention, Rehabilitation, Gesundheitspolitik, akademischem Neuaufbau Südosteuropas. Er erwarb die Habilitationsäquivalenz für Therapie-, Pflege- und Gesundheitswissenschaften (Bremen) und die Habilitation in Ökonomie (Bochum). Er hatte weitere Gründungs-, Gast- oder Ehrenprofessuren in Gmünd, McMaster (Kanada), Fulda, Pristina, Kassel, Innsbruck inne und leitet die VDW-Studiengruppe „Gesundheit als selbstbestimmte Teilhabe“.

Foto: Nicolas Wefers
Alexander von Gernler
Alexander von Gernler ist Leiter der Abteilung Research and Innovation bei der genua GmbH. Er interessiert sich – nicht nur beruflich – für alle neuen technologischen Entwicklungen der IT-Sicherheit. Er ist Vize-Beiratsvorsitzender der Allianz für Cybersicherheit des BSI. Die Entwicklung seines Fachs sowie dessen Rezeption in der Bevölkerung, allen voran das Thema Verantwortung der Informatik, sind ihm ein Anliegen. Von 2018-2021 war er Vizepräsident der Gesellschaft für Informatik e. V. (GI) sowie von 2005 bis 2010 Entwickler im Freien Softwareprojekt OpenBSD. Alexander von Gernler ist Mitglied der VDW, seit 2019 auch engagiert in der VDW-Studiengruppe Digitalisierung sowie seit 2023 Mitglied des VDW-Beirats.

Prof. Dr. Christina Hansen
Christina Hansen studierte Erziehungswissenschaft und Psychologie an der Universität Wien. Nach ihrer Promotion war sie 2003 bis 2007 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Bildungswissenschaften der Universität Wien, 2005 erwarb sie parallel das Diplom für ein Lehramt an inklusiven Schulen. Von 2007 bis 2010 hatte sie eine Professur für inklusive Begabungsforschung an der Universität Karlsruhe inne. Seit 2010 ist Christina Hansen Lehrstuhlinhaberin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Diversitätsforschung und Bildungsräume der Mittleren Kindheit an der Universität Passau. Darüber hinaus ist sie wissenschaftliche Leiterin der Abteilung Internationalisierung der Lehrerbildung am ZLF Passau. Für das österreichische Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung ist Hansen seit 2020 Mitglied im Qualitätsicherungsrat („Bildungsweisen“). Christina Hansen war bis August 2020 Vizepräsidentin für Hochschulbildung, seit September 2020 ist sie Vizepräsidentin für Internationalisierung, Europa und Diversität. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Diversitätsforschung, Architektur und (Bildungs-)Raum, Professionalisierung und Internationalisierung der Lehrer:innenbildung.

Dr. rer. pol. Hans-Jochen Luhmann
Hans-Jochen Luhmann, Jahrgang 1946, studierte Mathematik, Volkswirtschaftslehre und Philosophie in Hamburg, Basel und Heidelberg. Von 1974 bis 1980 war er Mitglied der Arbeitsgruppe Umwelt, Gesellschaft, Energie (AUGE) an der Universität Essen. Als Geschäftsführer war er für die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) tätig, und vor seiner Rolle als Vorsitzender des Beirats langjähriges Mitglied des Vorstands der VDW. In den achtziger Jahren leitete er die Fachabteilung „Ökonomie und Recht“ bei Fichtner Beratende Ingenieure und ab 1993 war er stellvertretender Leiter der Abteilung Klimapolitik des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie. Gegenwärtig ist Dr. Luhmann Senior Expert (Emeritus) am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, Herausgeber der Zeitschrift „Gaia – Ökologische Perspektiven für Wissenschaft und Gesellschaft“ sowie Lehrbeauftragter im Masterstudiengang Energiemanagement der Universität Koblenz-Landau, verantwortlich für den Kurs „Internationale Klimapolitik und Emissionshandel“.

Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Ernst Pöppel
Ernst Pöppel, Jahrgang 1940, hat Psychologie und Biologie in Freiburg (Breisgau), München und Innsbruck studiert, und in den Max-Planck-Instituten für Verhaltensphysiologie und für Psychiatrie, dann am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge (USA) an Problemen der visuellen Wahrnehmung und der zeitlichen Organisation des Verhaltens gearbeitet. Er gründete 1976 das Institut für Medizinische Psychologie und 1996 das Humanwissenschaftliche Zentrum an der LMU München. Von 1992 bis 1997 war er als Vorstand im Forschungszentrum Jülich zuständig für Umweltforschung, Lebenswissenschaften und „Mathematical Modelling“. Ab 2002 ist er Gastprofessor an der Peking University, China. Seit 2025 ist er „Distinguished Professor“ an der „Shanghai International Studies University“ (SISU) und Direktor des „Neurocognitive Image Laboratory“ (NIL). Ernst Pöppel ist Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina (ML), der Academia Europaea (MAE, London), der European Academy of Sciences and Arts (Salzburg) und der Russian Academy of Education (Moskau). Sein politisches Motto ist: „Scientists are Natural Ambassadors“.

Prof. Dr. Jürgen Scheffran
Jürgen Scheffran ist Professor für Geographie an der Universität Hamburg und leitet die Forschungsgruppe Klimawandel und Sicherheit am Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) und in Klima-Exzellenzcluster CLICCS. Nach Studium und Promotion in Physik arbeitete er in interdisziplinären Forschungsgruppen der Umweltwissenschaft und der Friedens- und Konfliktforschung an den Universitäten von Marburg, Darmstadt, Paris und Illinois sowie am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Neben der Vernetzung (VDW, NatWiss, INES, Pugwash, IFSH) ist zu nennen die Mitwirkung in Projekten, u.a. für die Vereinten Nationen, das Büro für Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages, das Deutsche Komitee für Nachhaltigkeitsforschung und in der Fachkommission Fluchtursachen der Bundesregierung. Forschungsschwerpunkte sind: Klimasicherheit, Umweltmigration und Ressourcenkonflikte; Nexus Wasser-Nahrung-Energie und Stadt-Land Beziehungen; Nachhaltigkeit, komplexe Systeme und Modelle; Technikfolgenforschung, Rüstungskontrolle und internationale Sicherheit.

Frank Schmiedchen
Frank Schmiedchen ist Wirtschaftswissenschaftler (FU Berlin) und hat seit 1999 als höherer Bundesbeamter und Diplomat Deutschland in internationalen Verhandlungen in der UNO und der EU vertreten. Zuvor hatte er den Lehrstuhl für Internationale Wirtschaftspolitik an der Päpstlich-Katholischen Universität Ecuadors in Ambato inne, wo er von 1996-1999 auch Dekan (KMU-Management) war. Seit 1992 lehrte er an verschiedenen Berliner Hochschulen und an der FU Berlin VWL und BWL. Er war über 10 Jahre Mitglied des Cercle Stratégique franco-allemand und ist Mitglied des Erhard-Eppler-Kreises. Seit 2017 leitet er die VDW-Studiengruppe TA Digitalisierung, mit der er die Bücher „Künstliche Intelligenz und Wir“ (2025), „The World we want to live in“ (2022) und „Wie wir leben wollen“ (2021) herausgegeben hat. Er koordiniert die vier VDW-Studiengruppen und ist in fünfter Amtszeit Mitglied des Beirates der VDW.

Christine von Weizsäcker
Christine von Weizsäcker ist Biologin und arbeitet seit Mitte der 1970er Jahre an Fragen der Technikfolgenabschätzung. In ihren zahlreichen Publikationen trägt sie zu der wissenschaftlichen und öffentlichen Debatte zu neuen Technologien, ihrer Bewertung und Regulierung bei. Einer ihrer Schwerpunkte ist dabei die Gentechnik. Sie ist Präsidentin des europäischen Ökologie-Netzwerks Ecoropa. Als NGO-Vertreterin nimmt sie seit 1994 an den Verhandlungen der UN-Umwelt- und Nachhaltigkeitsabkommen teil, insbesondere der Übereinkunft über biologische Vielfalt und ihrer Protokolle.

Dr. Liya Yu
Liya Yu ist neuropolitische Philosophin und Politikwissenschaftlerin. Sie entwickelt einen neurowissenschaftsbasierten Gesellschaftsvertrag, um die politischen Herausforderungen unserer liberalen Demokratien zu bewältigen. Sie ist die Autorin von Vulnerable Minds: The Neuropolitics of Divided Societies (Columbia UP, 2022) und Hirn statt Moral: Warum nur Neuropolitik den gesellschaftlichen Zusammenhalt sichert (Ullstein, 2026). Yu studierte an der University of Cambridge und promovierte an der Columbia University. Sie verfügt über internationale Lehraufträge in den USA, Asien und Europa. Das Philosophie Magazin kürte ihre neuropolitische Theorie zu einer der wichtigsten Ideen für 2025, Brand New Bundestag nominierte sie für den Progressive Science Voices Award 2024. An der Universität der Künste Berlin lehrt sie den weltweit ersten Kurs an der Schnittstelle von Neuropolitik und Performance Kunst. Ihre Interviews und Beiträge zu politischer Neurowissenschaft, Rassismus und Dehumanisierung sind in ARD, ZDF, Die ZEIT, Tagesspiegel, BBC, New Scientist u.v.m. erschienen.