Eine nachhaltige Entwicklung, die Lösung der Klimafrage sowie die Sicherung der ökosystemaren Grundlagen – insbesondere die Förderung der biologischen Vielfalt – stellen zentrale Herausforderungen für unsere Gesellschaft, die Wirtschaft und die Wissenschaft dar.

Der One-Health-Ansatz verbindet die Sphären Mensch, Umwelt und Tier und fördert und erfordert ein integratives Verständnis dieser systemischen Zusammenhänge.

Vor diesem Hintergrund entwickelt die Studiengruppe neue wissenschaftliche Ansätze und Konzepte, die systemisch und transdisziplinär orientiert sind. Dabei werden insbesondere Umwelt-, Klima-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften einbezogen und miteinander verknüpft.

Der One-Health-Ansatz kann wichtige Impulse für die Transformation hin zu nachhaltigen und resilienten Landnutzungs- und Ernährungssystemen geben. Die Studiengruppe arbeitet daran, diese Potenziale weiter auszuarbeiten und in konkrete Ansätze zu überführen.

Zugleich wird eine Kultur des inter- und transdisziplinären Dialogs gepflegt und angewandt. Beiträge zur Transformation in den Bereichen Landnutzung, Ernährung und Gesundheit werden unter Einbeziehung gesellschaftlicher Gruppen, relevanter Akteure („concerned groups“) sowie der Wirtschaft entwickelt.

Auf dieser Grundlage können neue Strategien, Programme und Förderansätze sowie konkrete Transformationspfade und Szenarien entstehen, die eine nachhaltige Entwicklung unterstützen.

Ziele und Zweck der Studiengruppe

  • Bearbeitung übergeordneter Fragstellungen, die nur transdisziplinär beantwortbar sind.
  • Impulse für die Wissenschaftscommunity: Methodisch, fachlich, wissenschaftspolitisch
  • Impulse und Interventionen in den vom Wissenschaftsrat 2024 vorgestellten Forderungen im Bereich der Agrar-, Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften (ALE)
  • Support der Gesellschaft, wissensbasiert, bei Transformation

Thematische Schwerpunkte und Arbeitsfelder

  • Nachhaltige und resiliente Landnutzungs- und Ernährungssysteme
  • Konzepte transdisziplinärer Forschung
  • Lebensdienliche Ökonomie
  • Regionale Ansätze der One-Health-Strategien

Mitglieder der Studiengruppe

Prof. Dr. Johann Behrens
Nach dem Abitur im nordhessischen Steinatal … (weiterlesen)
Dr. rer. nat. Elisabeth Bücking
Jahrgang 1944, Studium der Biologie – Schwerpunkte … (weiterlesen)
Dr. Daniel Dahm
Daniel Dahm ist Mitglied des …
(weiterlesen)
Dr. Anita Idel
Dr.in Anita Idel ist Tierärztin, Autorin und Lehrbeauftragte … (weiterlesen)
Dr. Peter Markus
Peter Markus ist studierter Agraringenieur … (weiterlesen)
Teresa Ragaller
Teresa Ragaller hat den Bachelor of Science in Geographie abgeschlossen … (weiterlesen)
Prof. Dr. Hubert Weiger
Hubert Weiger (*1947) ist seit 1971 …(weiterlesen)

Aktivitäten der Studiengruppe

Bei dem VDW-Symposium „Von den Alpen bis zum Watt“ anlässlich des 85. Geburtstags von Prof. Hartmut Graßl am 25. September 2025 leiteten Dr. Anita Idel & Prof. Dr. Hubert Weiger einen Workshop zur nachhaltige Beweidung und ihre Potenziale für Bodenfruchtbarkeit, Biodiversität und Klimaentlastung.

Den vollständigen Bericht zum Workshop finden Sie hier.

Sonderdruck zum VDW Symposium 2025 Von den Alpen bis zum Watt anlässlich des 85. Geburtstags von Prof. Hartmut Graßl

Der von Dr. Anita Idel und Nikolai Fuchs verfasste VDW-Sonderdruck beleuchtet die zentrale Rolle des Stickstoffs in der aktuellen Omnikrise. Er zeigt, wie der massenhafte Einsatz von chemisch-synthetischem Stickstoffdünger die planetaren Grenzen überschreitet, zu Biodiversitätsverlust, Boden- und Gewässerbelastungen sowie Klimawandel beiträgt und damit auch soziale Konflikte und Hungersnöte verschärft.

Den vollständigen Sonderdruck finden Sie hier.

Am 30. April 2025 fand die 25. Veranstaltung der Reihe „Jung und Alt bewegt“ statt. Das Leitthema dieses Jubiläums war „One Health“. Im Mittelpunkt stand die enge Verflechtung von Mensch-, Tier- und Umweltgesundheit und deren Bedeutung für eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Gemeinsam mit der Referent:innen Dr. Anita Idel, Prof. Hartmut Graßl und Prof. Hubert Weiger diskutierten wir die Frage: Welches Potenzial bieten der Erhalt von Grünland und eine zukunftsfähige, nachhaltige Beweidung für die Biodiversität?

Den vollständigen Bericht zur Veranstaltung finden Sie hier.