Die VDW widmet sich in mehreren Studiengruppen spezifischen Themenfeldern. Die Arbeit der Studiengruppen mündet in Stellungnahmen, Beiträgen, Empfehlungen und Papieren, die durch die VDW veröffentlicht werden.
Studiengruppe Europäische Sicherheit und Frieden

Die Studiengruppe befasst sich seit 2017 mit zentralen Fragen der europäischen und globalen Sicherheit und knüpft dabei an die Tradition der VDW in der kooperativen Sicherheits- und Friedenspolitik an, die bereits durch Themen wie nukleare Abrüstung, die Göttinger Erklärung und die Pugwash-Bewegung geprägt war. Heute stehen neben der atomaren Bedrohung auch neue Risiken wie Digitalisierung, Klimawandel und komplexe Konfliktdynamiken im Fokus, die durch Globalisierung und technologischen Fortschritt verstärkt werden. Angesichts einer zunehmend instabilen Weltordnung und wachsender Herausforderungen für Frieden und Sicherheit in Europa zielt die Studiengruppe darauf ab, durch Analysen und Veranstaltungen ein besseres Verständnis zu schaffen und Impulse für eine angemessene Friedenspolitik zu geben.
Studiengruppe Digitale Zukunft

Seit 2018 setzt sich die Studiengruppe kritisch mit den gesellschaftlichen Auswirkungen von Digitalisierung, Vernetzung und künstlicher Intelligenz auseinander und knüpft dabei an das Selbstverständnis der VDW an, potenziell gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Im Fokus stehen ethische, politische, rechtliche und soziale Fragen sowie mögliche Risiken für menschliche Würde, Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit, Veranstaltungen und Stellungnahmen, etwa im Kontext der VDW-Jahrestagung 2019, trägt die Studiengruppe dazu bei, ein umfassendes Verständnis der Chancen und Gefahren digitaler Entwicklungen zu fördern und gesellschaftliche Debatten anzustoßen.
Studiengruppe Gesundheit als selbstbestimmte Teilhabe

Seit 2017 befasst sich die Studiengruppe mit den ethischen Grundlagen einer gemeinwohlorientierten Gesundheitspolitik im digitalen Zeitalter sowie mit grundlegenden Fragen des Menschenbildes. Im Zentrum stehen Themen wie die Personalisierung von Gesundheit, strukturelle Ungleichheiten und nachhaltige Gesundheitsförderung, die interdisziplinär analysiert und im Sinne verantwortlicher Wissenschaft diskutiert werden. Durch Stellungnahmen, Veranstaltungen und Beiträge zu übergreifenden Projekten – etwa im Kontext der VDW-Jahrestagung 2019 – trägt die Studiengruppe dazu bei, Entwicklungen im Gesundheitssystem kritisch einzuordnen und Impulse für eine zukunftsfähige Gesundheitspolitik zu geben.
Studiengruppe One Health – One Earth

Die im Jahr 2025 gegründete Studiengruppe widmet sich die Studiengruppe den zentralen Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung, insbesondere im Kontext von Klima, Biodiversität und ökosystemaren Grundlagen, und orientiert sich dabei am integrativen One-Health-Ansatz, der Mensch, Umwelt und Tier zusammen denkt. Im Fokus stehen die Entwicklung systemischer und transdisziplinärer Ansätze unter Einbeziehung von Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie die Förderung nachhaltiger und resilienter Landnutzungs- und Ernährungssysteme. Durch interdisziplinären Dialog, die Einbindung gesellschaftlicher Akteure und die Erarbeitung von Strategien, Szenarien und Impulsen für Wissenschaft und Politik trägt die Studiengruppe dazu bei, Transformationsprozesse hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft zu unterstützen.