Grünes Band Deutschland als Weltnatur- und -kulturerbe
In 55 Minuten auf den Punkt mit Prof. Hubert Weiger

Dienstag, 16. Juni 2026, 12:00 – 12:55 Uhr, Online

Wie kann Verständigung auch dann gelingen, wenn Interessen unvereinbar scheinen – politisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich und über Grenzen hinweg? Und Welche Brücken kann der Naturschutz bauen, um den Zusammenhalt in Deutschland und Europa zu stärken?

Das Grüne Band zeigt eindrucksvoll, wie genau das gelingen kann: Aus dem Todesstreifen des Kalten Krieges ist mit Unterstützung von Menschen in Ost und West ein einzigartiger Natur- und Kulturraum entstanden. Entlang von über 12.500 Kilometern hat sich das größte zusammenhängende Naturschutzprojekt Europas entwickelt: ein Biotopverbund, der Lebensräume verbindet, Arten schützt und zugleich Menschen zusammenführt. Ein lebendiges Beispiel dafür, wie aus Trennung Verbindung werden kann.

In unserer Reihe „In 55 Minuten auf den Punkt mit …“ sprechen wir mit dem, der das maßgeblich vorangetrieben hat: Prof. Hubert Weiger. Der langjährige Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zählt zu den bedeutendsten Naturschützern Deutschlands. Er hat den Wandel vom Grenzstreifen zum gemeinsamen Zukunftsraum politisch gestaltet, gesellschaftlich verankert und über Jahrzehnte hinweg zusammengehalten – bis hin zur heutigen Perspektive als UNESCO-Weltkultur- und Naturerbe.

Gerade in einer Zeit wachsender Spannungen und konkurrierender Interessen stellt sich die zentrale Frage neu: Was braucht es, damit Verständigung gelingt? Wie kann daraus ein positiver gemeinsamer Wandel entstehen, den Menschen vor Ort mittragen?

Freuen Sie sich auf persönliche Einblicke, konkrete Erfahrungen und eine gemeinsame Diskussion, was wir daraus für heute lernen können.

Jetzt anmelden und mitdenken, wie aus Trennung wieder Zusammenhalt wird.

Zum Format „In 55 Minuten auf den Punkt mit …“

„In 55 Minuten auf den Punkt mit…“ präsentieren renommierte Wissenschaftler:innen aktuelle Themen aus Forschung und Gesellschaft in kompakten 55 Minuten, genau passend für die Mittagspause. Ein Format in der Veranstaltungsreihe „Jung und Alt bewegt“.

Lust auf mehr „In 55 Minuten auf den Punkt mit …“?

Dann freuen Sie sich auf eine weitere spannende Veranstaltungen unserer Reihe:

Di, 14.07.2026, 12:00 – 12:55 Uhr | Wir begrüßen Dr. Edelgard Bulmahn zum Gespräch über demokratische Resilienz und den Zustand unserer heutigen Demokratie. Die ehemalige Bundesministerin für Bildung und Forschung spricht mit uns darüber, wie Demokratie in Zeiten von Polarisierung, Krisen und gesellschaftlichem Wandel widerstandsfähig bleiben kann, und warum demokratischer Zusammenhalt heute wichtiger denn je ist.
Hier anmelden

Referent:innen

Hubert Weiger (*1947) ist seit 1971 im verbandlichen Naturschutz aktiv. 2002 bis 2018 war er Vorsitzender des BUND Naturschutz in Bayern (BN), 2007 bis 2019 Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz in Deutschland e.V. (BUND), danach Ehrenvorsitzender beider Verbände.

Er studierte Forstwirtschaft in München und Zürich und promovierte über forsthydrologische und bodenkundliche Auswirkung von Stickstoffeinträgen in Waldökosysteme mit summa cum laude an der Universität München.

Von 1994 bis 2024 war er Honorarprofessor an der Universität Kassel für Naturschutz und nachhaltige Landnutzung, von 2002 bis 2011 Lehrbeauftragter für Naturschutzpolitik an der TU München. Er war Mitglied in zahlreichen fachwissenschaftlichen Gremien, z. B. 2018/2019 in der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung (Kohlekommission), 2013 bis 2022 war er Mitglied des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) der Bundesregierung. Seit 2004 ist er Mitglied des Präsidiums der EuroNatur Stiftung und seit 2023 Vorstandsmitglied der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW).

Für seine Verdienste wurde Hubert Weiger 2009 mit der Bayerischen Verfassungsmedaille in Silber ausgezeichnet, 2010 erhielt er den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz am Bande) und 2021 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

Dr. Maria Reinisch studierte Betriebswirtschaft in München. Zu Beginn ihrer Karriere war sie 10 Jahre verantwortlich für Aufbau und Leitung des Marketings eines innovativen Startup-Unternehmens im IT-Umfeld. Ihre Promotion in Humanbiologie machte sie 2018 auf dem Gebiet der Gehirnforschung zum Thema Leadership im Kontext von Selbst- und Fremdperspektive. Sie setzt sich seit vielen Jahren für den innovativen Umbau des Energiesystems und damit verbunden für eine gelingende sozio-ökonomische Transformation ein.

Seit 2016 ist sie Geschäftsführerin der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) e.V. Davor war sie mehr als 15 Jahre als Top-Managerin in den Bereichen Marketing, Kommunikation und Business Development für Siemens und Siemens Deutschland im globalen und nationalen Kontext tätig.

In aktuellen Projekten arbeitet sie u. a. zusammen mit Kommunen und Universitäten an für die Energiewende kritischen Fragestellungen im Rahmen der Sektorkopplung und im Kontext einer individualisierte Visualisierung von Energiewendemaßnahmen.