In 55 Minuten auf den Punkt mit Prof. Uwe Schneidewind

Dienstag, 22. September 2026, 12:00 – 12:55 Uhr, Online

Klimawandel, Digitalisierung, gesellschaftlicher Zusammenhalt – wir wissen heute so viel wie nie zuvor über die Herausforderungen unserer Zeit. Doch Wissen allein verändert die Welt noch nicht. Wir müssen aus Erkenntnissen gemeinsames Handeln entstehen lassen.

Mit Prof. Dr. Uwe Schneidewind, ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal und Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie zeigen wir auf, warum nachhaltige Entwicklung weit mehr als eine technische und ökologische Aufgabe ist. In 55 Minuten werfen wir einen Blick darauf, wie wissenschaftliches Wissen politische Entscheidungen beeinflusst und wo seine Grenzen liegen.

Wissenschaft beschreibt nicht nur, was ist, sondern eröffnet auch Perspektiven darauf, was möglich sein könnte. Gemeinsam mit Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft kann sie Experimentierräume schaffen, in denen neue Ideen erprobt, Erfahrungen gesammelt und tragfähige Lösungen für eine nachhaltige Zukunft entwickelt werden.

Anhand konkreter Beispiele zeigt Uwe Schneidewind, wie Nachhaltigkeit vor Ort gestaltet wird, welche Akteure Veränderung vorantreiben und warum lokale Ökosysteme für erfolgreiche Transformationen so entscheidend sind.

Wir laden Sie herzlich ein, mitzudiskutieren und gemeinsam der Frage nachzugehen, wie Wissen und Macht zusammenspielen, und was es braucht, damit nachhaltige Transformation gelingt.

In 55 Minuten auf den Punkt mit…“ präsentieren renommierte Wissenschaftler:innen aktuelle Themen aus Forschung und Gesellschaft in kompakten 55 Minuten, genau passend für die Mittagspause. Ein Format in der Veranstaltungsreihe „Jung und Alt bewegt“.

Referent:innen

Prof. Dr. Uwe Schneidewind war von 2020 bis 2025 Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal. Zuvor hat der Wirtschaftswissenschaftler über 25 Jahre nachhaltige Transformationsprozesse in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft gestaltet und begleitet – unter anderem als Hochschullehrer sowie als Präsident der Universität Oldenburg und des renommierten Wuppertal Instituts. In seinem neuen Buch „Dienstschluss“ (Wagenbach, 2026) reflektiert er anhand seiner Praxiserfahrungen, wo kommunales Systemversagen Wandel blockiert und wie durch vernetzte Engagierte und „Inseln des Gelingens“ dennoch konkrete Veränderung möglich wird.

Dr. Maria Reinisch studierte Betriebswirtschaft in München. Zu Beginn ihrer Karriere war sie 10 Jahre verantwortlich für Aufbau und Leitung des Marketings eines innovativen Startup-Unternehmens im IT-Umfeld. Ihre Promotion in Humanbiologie machte sie 2018 auf dem Gebiet der Gehirnforschung zum Thema Leadership im Kontext von Selbst- und Fremdperspektive. Sie setzt sich seit vielen Jahren für den innovativen Umbau des Energiesystems und damit verbunden für eine gelingende sozio-ökonomische Transformation ein.

Seit 2016 ist sie Geschäftsführerin der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) e.V. Davor war sie mehr als 15 Jahre als Top-Managerin in den Bereichen Marketing, Kommunikation und Business Development für Siemens und Siemens Deutschland im globalen und nationalen Kontext tätig.

In aktuellen Projekten arbeitet sie u. a. zusammen mit Kommunen und Universitäten an für die Energiewende kritischen Fragestellungen im Rahmen der Sektorkopplung und im Kontext einer individualisierte Visualisierung von Energiewendemaßnahmen.