In 55 Minuten auf den Punkt mit Dr. Edelgard Bulmahn

Dienstag, 14. Juli 2026, 12:00 – 12:55 Uhr, Online

Demokratien stehen unter Druck. Gesellschaftliche Polarisierung, Desinformation, Populismus und internationale Krisen stellen den demokratischen Zusammenhalt auf die Probe. Gleichzeitig wächst der Eindruck, dass politische Debatten immer häufiger von Gegeneinander statt von gemeinsamen Lösungen geprägt sind.

Wie kann Demokratie unter diesen Bedingungen resilient bleiben?

Was braucht eine Gesellschaft, damit Vertrauen, Solidarität und gesellschaftlicher Zusammenhalt gestärkt werden?

Und welche Rolle spielen Bildung, Wissenschaft, Medien und zivilgesellschaftliches Engagement dabei?

Wir werden diese Fragen mit dem aktuellen VDW-Vorstandsmitglied sowie ehemaligen Bundesministerin und Vizepräsidentin des Bundestages Dr. Edelgard Bulmahn beantworten. Edelgard Bulmahn ist Vorsitzende des Kuratoriums der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Sie engagiert sich in zahlreichen Stiftungen, Senaten und Kuratorien mit Schwerpunkt auf Wissenschaft und Forschung. Zu ihren das Wissenschaftssystem bis heute prägenden Reformen zählen die Exzellenzinitiative, der Pakt für Forschung und Innovation, die Umsetzung des Bologna-Prozesses, die Reform des BAföG und die Clusterentwicklung in wichtigen Forschungsbereichen sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Im Mittelpunkt steht die Überzeugung, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist, sondern gelebt und gemeinsam gestaltet werden muss.

Anhand aktueller Herausforderungen und konkreter politischer Beispiele diskutieren wir, wie demokratische Entscheidungsprozesse gelingen, warum Kompromisse eine Stärke demokratischer Politik sind und wie es gelingen kann, gesellschaftliche Gräben zu überwinden. Dabei richten wir den Blick bewusst nach vorn: Welche Zukunft wollen wir gemeinsam gestalten – und was kann jede und jeder Einzelne dazu beitragen?

Die Veranstaltung lädt dazu ein, Demokratie nicht nur als Staatsform zu verstehen, sondern als gemeinsame Aufgabe. Sie zeigt, warum Mut zum Miteinander, solidarisches Handeln und konstruktiver Dialog entscheidende Voraussetzungen für eine widerstandsfähige Demokratie sind.

Freuen Sie sich auf ein inspirierendes Gespräch mit politischen Einblicken aus erster Hand sowie aktuellen Perspektiven auf Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Nutzen Sie die Gelegenheit und kommen Sie ins Gespräch mit Dr. Edelgard Bulmahn.

In 55 Minuten auf den Punkt mit…“ präsentieren renommierte Wissenschaftler:innen aktuelle Themen aus Forschung und Gesellschaft in kompakten 55 Minuten, genau passend für die Mittagspause. Ein Format in der Veranstaltungsreihe „Jung und Alt bewegt“.

Referent:innen

Edelgard Bulmahn Portraetfoto

Dr. h.c. Edelgard Bulmahn ist Vorsitzende des Kuratoriums der Humboldt-Universität zu Berlin sowie der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Sie engagiert sich in zahlreichen Stiftungen, Senaten und Kuratorien mit Schwerpunkt auf Wissenschaft und Forschung, u. a. als Kuratorin der Impulsstiftung, der Hochschule Emden-Leer und der Bundeskanzler-Helmut-Schmidt-Stiftung sowie als Ehrensenatorin der AIF Allianz für Industrie und Forschung e. V.. 2001 rief sie die Deutsche Stiftung Friedensforschung ins Leben, um einerseits diesen wichtigen Forschungsbereich unabhängig von politischen Mehrheiten dauerhaft zu sichern und um auf diesem Wege Nachwuchsförderung und Strukturbildung in der Friedensforschung zu fördern.

Edelgard Bulmahn war 30 Jahre lang Mitglied des Deutschen Bundestages und gilt als ausgewiesene Expertin für Bildungs-, Forschungs- und Innovationspolitik.  Sie war von Ende  1998 bis  Ende 2005  Bundesministerin für Bildung und Forschung, von 2013 bis 2017 Vizepräsidentin des Bundestages.

Zu ihren das Wissenschaftssystem bis heute prägenden Reformen zählen die Exzellenzinitiative, der Pakt für Forschung und Innovation, die Umsetzung des Bologna-Prozesses, die Reform des Bafögs und die Clusterentwicklung in wichtigen Forschungsbereichen sowie die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses wie z. B. die Juniorprofessur oder das Emmy Nöther Programm. Für ihr Engagement wurde sie mehrfach ausgezeichnet.

Dr. Maria Reinisch studierte Betriebswirtschaft in München. Zu Beginn ihrer Karriere war sie 10 Jahre verantwortlich für Aufbau und Leitung des Marketings eines innovativen Startup-Unternehmens im IT-Umfeld. Ihre Promotion in Humanbiologie machte sie 2018 auf dem Gebiet der Gehirnforschung zum Thema Leadership im Kontext von Selbst- und Fremdperspektive. Sie setzt sich seit vielen Jahren für den innovativen Umbau des Energiesystems und damit verbunden für eine gelingende sozio-ökonomische Transformation ein.

Seit 2016 ist sie Geschäftsführerin der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) e.V. Davor war sie mehr als 15 Jahre als Top-Managerin in den Bereichen Marketing, Kommunikation und Business Development für Siemens und Siemens Deutschland im globalen und nationalen Kontext tätig.

In aktuellen Projekten arbeitet sie u. a. zusammen mit Kommunen und Universitäten an für die Energiewende kritischen Fragestellungen im Rahmen der Sektorkopplung und im Kontext einer individualisierte Visualisierung von Energiewendemaßnahmen.