Von der Konferenz in Berlin direkt in die Kommunen: Erfahren Sie, wie wir mit wissenschaftlicher Vernetzung, künstlerischen Visionen und konkreten Aktionsplänen die Wärmewende greifbar machen.

Die Energiewende, und insbesondere die kommunale Wärmewende, ist weit mehr als eine technische Herausforderung; sie ist ein gesellschaftliches Gemeinschaftsprojekt. Dass der persönliche Austausch dabei der entscheidende Motor ist, wurde neulich auf der BEWEGT-Konferenz in Berlin einmal mehr deutlich. Als Teil des Förderschwerpunkts „Energiewende und Gesellschaft“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) war unser Projekt KOMM-WÄRME mittendrin!
Unter dem Motto „Vernetzen, Mitgestalten, Bewegen“ brachte die Begleitforschung BEWEGT – durchgeführt von Fraunhofer ISI und IÖW – am 18. und 19. März 2026 erstmals die Forschenden aus über 40 Projekten auf dem EUREF-Campus in Berlin zusammen. In Workshops und Deep Dives zu Themen wie kommunaler Wärmewende, Partizipation und KI-Tools wurde intensiv daran gearbeitet, die gesellschaftliche Dimension der Energiewendeforschung sichtbarer zu machen. Die zentrale Erkenntnis: Forschung lebt – genau wie die praktische Umsetzung vor Ort – von konkreten Begegnungen und der Zusammenarbeit auf Augenhöhe.
Partizipation als Schlüssel: Mit Herz und Hirn zur Vision
Ziel unserer Workshopreihe im Projekt KOMM-WÄRME ist es, gemeinsam mit den Projekt-Kommunen partizipative und kooperative Zukunftsvisionen für die kommunale Wärmewende zu entwickeln. Dabei setzen wir auf eine breite Beteiligung der Stakeholder vor Ort. Vertreter:innen aus dem öffentlichen Sektor, der Wirtschaft und der organisierten Zivilgesellschaft bringen ihr Wissen ein, um lokale Potenziale und Herausforderungen zu ermitteln.
Mithilfe von Szenariotechniken identifizieren wir konkrete Umsetzungswege und bringen praxisnahe Lösungen in Aktionspläne. Das Besondere: Die Visionen werden sowohl inhaltlich fundiert als auch künstlerisch in Kunstwerken live vor Ort im Workshop gemalt. So entsteht ein Zukunftsbild, welches die rationale und die emotionale Ebene gleichermaßen anspricht, um die Wärmewende für alle Beteiligten greifbar und motivierend zu gestalten.


Von der Vision zum Aktionsplan: Auftakt der Workshop-Reihe
Den Startschuss für diese intensive Praxis-Phase gaben wir vor genau einem Jahr in der Projekt-Kommune Augsburg mit dem allerersten Workshop der Workshop-Reihe „Kommunale Wärmewende visionieren“. Hier wurde deutlich, wie viel Schwung entsteht, wenn alle Akteure gemeinsam zusammenarbeiten.
„Die KOMM-WÄRME-Workshops sind in Augsburg ein Einstieg in den Ausbau und die Vertiefung der kommunalen Wärmeplanung. Der Workshop hat richtig Schwung reingebracht: eine bunte Mischung an Teilnehmenden, wichtige Fragestellungen und lebhafte Kleingruppenarbeit in unterschiedlichen Formaten.“ — Lukas Röder (Abteilungsleitung Klimaschutz, Umweltamt Stadt Augsburg)
Was in Augsburg begann, setzte sich erfolgreich in Windach, Schwalmtal und Ingelheim am Rhein fort: Insgesamt erarbeiteten fast 100 Teilnehmende aus über 60 Organisationen in acht Workshops 26 detaillierte Aktionspläne und fünf künstlerische Zukunftsvisionen.
Ausblick 2026: Die kommunale Wärmewende erlebbar machen
In diesem Jahr bringen wir die Ergebnisse dorthin, wo die kommunale Wärmewende gelebt wird: zu den Bürger:innen. In den kommenden Monaten planen wir interaktive Dialog- und Ausstellungsformate direkt in den Projekt-Kommunen.
Das Herzstück dieser Ausstellungen sind die im Projekt entstandenen künstlerischen Zukunftsvisionen und die konkreten Aktionspläne. Sie dienen als Gesprächsgrundlage, um mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen und die Wärmewende als gestaltbares, positives Zukunftsbild erlebbar zu machen.