18. Juni 2026 | Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Bücher, die die VDW bewegen“

Das neue Buch „Künstliche Intelligenz und Wir“ bietet einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Technikentwicklung und die zukünftigen Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz (KI). Expertinnen und Experten aus verschiedenen Disziplinen beleuchten die vielfältigen Aspekte der KI, von technischen Grundlagen über ethische Fragestellungen bis hin zu gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen.

Die zwei Autoren,  Frank Schmiedchen, Leiter der Studiengruppe „Digitale Zukunft“ und der Informatiker Prof. Dr. Andreas Both gaben einen umfassenden Einblick in die Chancen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven Künstlicher Intelligenz. Dabei spannten sie den Bogen von technischen Grundlagen und praktischen Anwendungsfeldern über Fragen der Transparenz, Regulierung und Datensouveränität bis hin zur technologischen Souveränität Europas im globalen KI-Wettbewerb.

Zu Beginn stellte Frank Schmiedchen das Buch und seine Autoren vor und gab einen Überblick über die zentralen Themen. Anschließend erläuterte Prof. Dr. Andreas Both aktuelle Debatten zu Chancen und Risiken Künstlicher Intelligenz. Er betonte, dass moderne KI-Systeme zwar leistungsfähig seien, ihre Entscheidungsprozesse aufgrund ihrer komplexen Struktur jedoch oft nur schwer nachvollzogen werden können.

Am Beispiel der Stadtplanung wurde das Potenzial von KI verdeutlicht: Mithilfe digitaler Zwillinge können Faktoren wie Verkehrsströme, Begrünung oder Energieversorgung simuliert und klimaorientierte Planungsentscheidungen unterstützt werden. Gleichzeitig wurden die Grenzen statistischer KI diskutiert. Um rechtliche Vorgaben und Normen zuverlässig einzubeziehen, sei eine stärkere Verbindung statistischer und logikbasierter Ansätze erforderlich.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Fragen des Datenschutzes und der Datensouveränität. Da viele relevante Daten nicht öffentlich zugänglich sind, wurden Konzepte für eine sichere Nutzung privater Informationen vorgestellt. Abschließend diskutierten die Referenten Europas Position im globalen KI-Wettbewerb und betonten die Notwendigkeit leistungsfähiger europäischer KI-Lösungen, um technologische Souveränität und Unabhängigkeit zu stärken.

Die VDW veröffentlicht eigene Studien und Beiträge und vereint Wissenschaftler:innen, die mit ihren Publikationen gesellschaftliche Debatten mitgestalten. Mit der Online-Reihe „Bücher, die die VDW bewegen“ schaffen wir einen Raum für Austausch: Autor:innen stellen ihre Bücher vor, erläutern zentrale Thesen und diskutieren gemeinsam mit dem Publikum Schlussfolgerungen, die für Gesellschaft und die Arbeit der VDW besonders relevant sind.