Mittwoch, 4. November 2026 | 18:00-19:30 Uhr | Online via Zoom
Das Wohl aller Menschen bei moralischen und politischen Entscheidungen zu berücksichtigen – das ist heute für viele zumindest als Ideal gerechtfertigt. Aber schon immer gegeben und universell verbreitet ist ein solches Menschheitsethos nicht.
Wann und wo ist es also entstanden – und warum eigentlich? Ist es eine Besonderheit der jüdisch-christlichen oder der westlich-aufklärerischen Tradition? Und wie hängt seine Entstehung mit der Geschichte imperialer Weltherrschaft zusammen?
Prof. Hans Joas stellt im Rahmen der VDW-Reihe „Bücher, die die VDW bewegen“ seine vielfach gelobte Untersuchung zur Geschichte von Religion und politischer Macht vor.
Von der sogenannten »Achsenzeit« ausgehend, zeichnet er dessen Entstehung in der griechischen Antike, in Judentum und Christentum, in Indien und China nach und betrachtet es im Zusammenhang mit imperialen Reichsbildungen bis hin zum Kolonialismus, Faschismus und Kommunismus. Kann es einen Universalismus ohne Imperialismus überhaupt geben? Und wie steht der Islam zu den achsenzeitlichen Entwürfen eines Menschheitsethos? Joas‘ Antworten auf diese großen Fragen fügen sich zu einem Opus Magnum, mit dem er seine vielbeachteten Arbeiten zur Geschichte von Religion und politischer Macht krönt.
Wir laden Sie herzlich ein, mit dem Autor ins Gespräch zu kommen. Melden Sie sich jetzt an und werden Sie Teil eines spannenden Austauschs.
Zur Online-Reihe „Bücher, die die VDW bewegen“
Die VDW veröffentlicht eigene Studien und Beiträge und vereint Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die mit ihren Publikationen gesellschaftliche Debatten mitgestalten. Mit der Online-Reihe „Bücher, die die VDW bewegen“ schaffen wir einen Raum für Austausch: Autorinnen und Autoren stellen ihre Bücher vor, erläutern zentrale Thesen und diskutieren gemeinsam mit dem Publikum Schlussfolgerungen, die für Gesellschaft und die Arbeit der VDW besonders relevant sind.
